Die Besonderen

Dies sind die Bücher, die mir ganz besonders am Herzen liegen, weil sie mir einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen und mich immer wieder neu zum nachdenken anregen:

A reliable wife (dt.: Eine verlässliche Frau) von Robert Goolrick:


Dieses Buch habe ich mir letzten Sommer in Amerika gekauft, in einem süßen, kleinen Buchladen. Zuerst war ich unsicher, ob es mir gefällt, aber es hat mich magisch angezogen und so habe ich es gekauft. Zum Glück.


Gefunden habe ich dieses Buch aufgrund des Covers, ich liebe alte Kleider und so wurde ich magisch von dem Bild angezogen. Es passt sehr gut zum Inhalt des Buches, ich stelle mir immer vor, es ist die Szene, in der die Protagonistin im tiefsten Wisconsiner Winter aus dem Nachtexpress steigt.

Schon während des Lesens habe ich gemerkt, dass es mir wohl so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen wird. Neben Goolricks Sprache hat mich die Atmosphere sehr beeindruckt, nachhaltig im Kopf geblieben ist mir aber diese schmale Linie zwischen Gut und Böse, zwischen Liebe und Hass, die Goolrick mit sehr viel Einfühlungsvermögen beschreibt. Die Figurenzeichnung ist wundervoll, sehr realistisch. Besonders gelungen fand ich auch das Ende. Zwar finden zwei Liebende zueinander, aber es kein "Friede, Freude, Eierkuchen" Ende, sondern auf seine eigene Weise tragisch. "Such things happen."





Wuthering Heights (dt. Die Sturmhöhe) von Emily Bronte:

Dieses Buch habe ich erst letzten Monat gekauft und gelesen, obwohl ich es mir schon lange vorher vorgenommen hatte. Dann stand ich irgendwann zufällig vor dem Regal mit den englischen Klassikern und da musste ich es einfach mitnehmen. Zunächst hatte ich die Befürchtung, dass es mich langweilen könnte, aber es hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ich konnte es kaum aus den Hände legen. Als ich es beendet hatte, hat es mir noch tagelang im Kopf rumgespukt und auch jetzt denke ich manchmal noch darüber nach.


Während des Lesens habe ich eine Vorliebe für Heathcliff entwickelt. Ich hatte tiefes Mitgefühl für seine Situation, denn nach dem Tod von Mr. Earnshaw wurde er von allen gedemütigt und vernachlässigt. So wurde er zu einem grausamen, gefühlskalten Menschen. Oft habe ich mich gefragt, was gewesen wäre, wenn Mr. Earnshaw nicht gestorben wäre, wie sich sein Charakter entwickelt hätte, was gewesen wäre, wenn er Catherine geheiratet hätte. Bronte beleuchtet in ihrem Meisterwerk die Abgründe der menschlichen Seele und oft ist mir die Frag gekommen, ob sie Heathcliff wirklich kannte, ob sie wusste, was ihn bewegt und wie er fühlt.

Dies ist ein Buch, was ich bestimmt noch einmal lesen werde und von welchem ich mich gerne gefangen nehmen lasse.

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