Dienstag, 29. Januar 2013

Montagsfrage

Huhu, ich melde mich kurz aus meinem Haufen von Lernzetteln zurück, um die Montagsfrage zu beantworten. Ab Montag ist dann auch wieder mehr Zeit für den Blog, bis dahin muss ich aber noch drei Klausuren hinter mich bringen. Also zur Montagsfrage:

Jeder von uns hat sie: Die Lieblingsbuchhandlung. Vielleicht ist sie nicht die schönste und auch nicht die größte. Aber du fühlst dich gut aufgehoben, erfährst immer wieder von neuen Geheimtipps oder genießt es besonders, mit den freundlichen Mitarbeiten zu schnacken. Oder du gehst lieber in die großen Ketten, in denen du dich anonym in Ruhe umsehen kannst und dich die endlose Auswahl immer wieder aufs Neue überwältigt? Wie auch immer – erzähl doch mal ein bisschen von deiner Lieblingsbuchhandlung!

Ich muss gestehen: ich habe keine Lieblingsbuchhandlung, jedoch gehe ich meistens zu Thalia. Früher gab es bei uns (in Iserlohn) auch mal eine Mayersche, wo ich sehr gerne hingegangen bin, aber die hat vor einiger Zeit zugemacht. In Paderborn gibt es auch nur Thalia und dann noch so eine andere Kette, bei der ich aber nicht gerne einkaufe (wie ihr seht weiß ich noch nicht mal wie sie heißt). In kleine Buchhandlungen gehe ich eher nicht so gerne, weil die meist eh nur das da haben, was auf den Bestsellerlisten steht. Außerdem sind die Verkäfer da immer so aufdringlich, das ist gar nicht mein Ding. Manchmal gehe ich einfach nur in die Buchhandlung um mich umzuschauen und zu gucken, was es neues gibt ,oder um mir die Wartezeit auf den Bus oder ähnliches angenehm zu verkürzen. Da kann ich nervige Verkäufer gar nicht gebrauchen.

Mittwoch, 9. Januar 2013

Elizabeth und Darcy - Geld oder Liebe?

Heute gibt es einen kleinen Beitrag über einen re-read eines meiner Lieblingsbücher, nämlich 'Pride and Prejudice', was ich für die Uni nochmal lesen musste. (Ach, wie schrecklich ;D) Da ich annehme, dass viele von euch das Buch (oder den Film) kennen, werde ich an dieser Stelle auf eine Zusammenfassung verzichten und gleich einsteigen.


Da es sich um einen re-read handelt, konnte ich mein Augenmerk während des Lesens auf besondere Themen legen. Das erste Mal, dass ich den Roman gelesen hab, liegt schon einige Jahre zurück und seitdem habe ich viele Stimmen über das Buch urteilen gehört (oder eher gelesen). Ein Urteil jedoch ist mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Der Vorwurf Elizabeth gegenüber, dass sie erst an Mr. Darcy interessiert ist, nachdem die von seinem Einkommen weiß. Auf diesen Punkt möchte ich im folgenden zu sprechen kommen.
Als Mr. Bingley in die Nachbarschaft der Bennets zieht, ist sein Jahreseinkommen sehr schnell bekannt und weckt insbesondere Mrs. Bennets interesse, schließlich möchte sie ihre Töchter gut verheiratet sehen. Mr. Darcy der ebenfalls der Gesellschaft beiwohnt, wird er sehr schnell als eingebildet und stolz abgestempelt, was mit seinem Einkommen von über 10 000 (wahrscheinlich Pfund?) im Jahr begründet wird. Auch sein Reichtum ist weithin bekannt. Trotzdem hegt Elizabeth eine starke Abneigung gegen ihn und lehnt sogar zu einem späteren Zeitpunkt seinen Heiratsantrag ab und zwar nicht nur aus Anstand, sondern aus wahren Gefühlen. Als sie später mit ihren Verwandten Pemberly besucht, stellt sie sich vor wie es wäre, Herrin dieses herrlichen Anwesens zu sein. Aber wer würde das nicht? Zumal sie zu zweifeln beginnt, ob Darcy wirklich so schrecklich ist, wie sie vorher angenommen hat. Außerdem muss in Betracht gezogen werden, dass eine Heirat damals noch einen ganz anderen Stellenwert als heute hatte. Eine Frau, die bis mitte, ende zwanzig nicht verheiratet war, galt als alte Jungfer. Das schönste Beispiel dafür ist Charlotte Lucas, Elizabeths Freundin, die aus der Not heraus den ungeliebten Pfarrer heiratet, um ihren Verwandten nicht weiter auf der Tasche zu liegen. Eine unverheiratete Frau kostete nicht nur ihre Eltern, sondern später auch ihre anderen Verwandten, die sie nach dem Tod der Eltern aufnahmen, Geld. Die einzigen Möglichkeiten für sich selbst aufzukommen, beziehungsweise sich den Verwandten nützlich zu machen waren entweder eine Stelle als Gouvernante anzunehmen oder Tante zu sein, die die Kinder der Verwandten mit großzieht. Also versuchte man als Frau, bald einen Mann mit sicherem Einkommen zu finden. Zwar spottet Elizabeth immer wieder über die, die aus Vernunft heiraten, aber unüblich war es zu der Zeit sicherlich nicht.
Ich jedenfalls denke nicht, dass Elizabeth aus reiner Berechnung und Geldgier geheiratet hat. Schließlich wusste sie von Darcys Vermögen, als sie ihn ablehnte und spottete über Vernunftehen. Ich denke auch, dass sich im Verlauf der Geschichte herausstellt, dass sie ihn wirklich liebt. Also, ab jetzt versaut mir dieser unromantische Gedanke nicht mehr das Buch ;)

Zum Abschluß noch ein paar Kleinigkeiten:
  • Mr. Bennet ist ja ganz schön zynisch, ich musste ziemlich schmunzeln, als er seine eigenen Töchter als dumm und seine Frau als unterbelichtet bezeichnet hat. Natürlich ist es traurig, aber immerhin ist er in der Beziehung nicht so blind wie seine Frau, auch wenn er nichts gegen die 'Dummheit' seiner Töchter unternimmt.
  • Jane Austen war selbst Zeitlebens unverheiratet und war 'Tante' ihrer Neffen und Nichten.
  • Mir ist beim ersten Lesen nie aufgefallen, dass sich der Titel 'Stolz und Vorurteil' (neben allen anderen Charakteren) auf Darcy und Elizabeth anwenden lässt. Den Stolz hab ich immer Darcy und das Vorurteil Elizabeth zugeschrieben, aber beide 'fühlen' beides.
  •  Wusstet ihr, dass es ganz schön viele 'Fortsetzungen' von 'Stolz und Vorurteil', aber auch von anderen Austen Romanen gibt? Ich war überrascht, als ich heute einen Bruchteil der Titel gesehen hab, die es da gibt.
So, das war mal ein Beitrag der etwas anderen Art. Ich denke, ich werde sowas jetzt öfter machen, bringt mal ein bisschen Abwechslung zwischen die ganzen Rezensionen. Für's nächste Mal hab ich mir nämlich auch schon was überlegt.

Bis dahin,
Caro

Dienstag, 8. Januar 2013

Montagsfrage: Meine Leseziele für 2013

Viele gute Vorsätze stehen am Anfang des neuen Jahres und danach fragt auch Paperthin in der 'Montagsfrage', die ich hier gerne beantworten möchte:

Wir alle kennen das: Im neuen Jahr soll alles besser werden. Mehr lesen, weniger kaufen und überhaupt endlich wieder mehr Zeit zum Lesen finden! Was sind deine Leseziele im neuen Jahr? Wie viele Bücher möchtest du lesen? Oder hast du ganz andere Pläne: Ein neues Genre ausprobieren, eine Reihe endlich beenden? Nimmst du an Challenges teil oder lässt du das Lesejahr 2013 einfach auf dich zu kommen?

Lesetechnisch war das letze Jahr ein totaler Reinfall, ich habe kaum gelesen und den Blog ziemlich vernachlässigt. Deshalb nehme ich mir für das kommende Jahr vor, mindestens zwei Abende in der Woche zu lesen, anstatt den Fernseher einzuschalten und mindestens einen Beitrag pro Woche hier zu verfassen. Außerdem möchte ich meinen SuB etwas verkleinern. Ich hab noch so viele tolle ungelesene Bücher im Regal stehen. Die letzten Monate sind nur wenige dazu gekommen und ich hoffe, dass bleibt vorerst auch so.
Dann stehen die Chancen gut, dass sich mein SuB ein bisschen verkleinert. Ein Ziel, wie viele Bücher ich lesen möchte, setze ich mir allerdings nicht, dass würde mich zu sehr unter Druck setzen. Mit diesen Vorsätzen wird das Lesejahr 2013 hoffentlich erfolgreicher als das letzte. Schlimmer geht ja kaum noch.