Samstag, 25. Februar 2012

Neu in meinem Regal

Heute ist auch der letzte Neuankömmling bei mir eingetroffen und alle Bücher, auf die ich noch gewartet habe, sind endlich da:


"Dunkles Universum: Sonnenfeuer" - Ann Aguirre:
Ist schon ausgelesen und rezensiert. Wirklich tolles Buch!

"Osiris Ritual" von George Mann:
Darauf freue ich mich schon, seit ich den Vorgänger "Affinity Bridge" ausgelesen habe. Werde ich als nächstes lesen und kann es kaum erwarten.

"ICE: Hüter des Nordens" - Sarah Beth Durst:
Von diesem Buch habe ich bisher nur gutes gehört und die Idee dahinter klingt wirklich interessant. Außerdem ist es ein Einzelband.


Leider musste ich mich aber diese Woche das erste Mal über meinen Postboten ärgern. Als er "Ice" abliefern wollte, war anscheinend niemand zu Hause und es hat ziemlich geregnet. Anstatt also bei den Nachbarn zu klingeln oder das Buch einfach unter das Vordach in die Tür zu stellen, steckt er es also so weit es geht in den Briefkasten (also gut 2cm) und setzt es dem Regen schutzlos aus. Dem Buch ist zwar glücklicherweise nichts passiert, aber geärgert hat es mich trotzdem sehr.

Montag, 20. Februar 2012

Kampf dem SuB

Ihr Lieben,

grade habe ich festgestellt, dass ich meinen SuB unbewusst, aber durchaus erfolgreich dezimiere. Da ich meinen kompletten SuB in meiner Wohnung habe und noch bis Ende März bei meinen Eltern bin, habe ich nur eine kleine Auswahl mitgenommen. Von sechs mitgenommenen Büchern habe ich schon zwei beendet und drei weitere begonnen. Dafür, dass ich nebenbei noch arbeite, ist das ein guter Schnitt, finde ich. Am Wochende, wenn ich in meine Wohnung fahre, werde ich die zwei ausgelesenen Bücher dann gegen neue vom SuB austauschen. Auf diese Art und Weise hoffe ich, bis zum Beginn des nächsten Semesters meinen SuB unter 25 zu bekommen - die zwei Bücher, die noch auf dem Weg zu mir sind, mit eingerechnet. Ich sehe dem ganzen sehr positiv entgegen und genieße meine unfreiwillige buchkauffreie Zeit - schließlich bin ich die letzten zwei Wochen irgendwie nicht mehr in die Stadt gekommen.
Ich werde dann mal fleißig weiter lesen und euch die nächsten Tage noch die beiden austehenden Rezensionen liefern.

Samstag, 18. Februar 2012

Dunkles Universum - Sonnenfeuer

Autor: Ann Aguirre
Originaltitel: Grimspace
Verlag: Blanvalet
Preis: 8,99€
ISBN: 978-3-442-26802-3
Seiten: 416

Sirantha Jax ist eine begnadete Navigatorin, die in der Lage ist, Raumschiffe durch den gefährlichen Grimspace zu steuern und dabei unvorstellbare Entfernungen zurückzulegen. Doch nun soll sie für eine Tat bestraft werden, an die sie sich nicht einmal erinnert. Plötzlich taucht der geheimnisvolle March in ihrer Zelle auf. Er will Jax zur Flucht verhelfen – wenn sie die Rebellen in ihrem Kampf gegen das Regierungssystem unterstützt. Doch March scheint auch noch ein anderes Motiv zu haben, der schönen Jax die Freiheit zu schenken …


Mit dem ersten Satz wirft Ann Aguirre den Leser mitten ins Geschehen, in den Kopf von Navigatorin Sirantha Jax. Gefangengenommen vom Konzern, der unter anderem die Navigatoren beaufsichtigt, ist sie in einer auswegslosen Situation, bis der geheimnisvolle Marsch auftaucht, um sie zu retten. Zwar kann sie den Unbekannten nicht austehen, folgt ihm aber trotzdem in der Hoffnung auf Freiheit. Mit Marsch und seiner Crew begibt sie sich auf eine riskante Reise durch das Universum, denn Navigatoren, die sich gegen den Konzern wenden, leben gefährlich.

Fesselnd und temporeich erzählt Ann Aguirre die Geschichte um Sirantha Jax. Besonders beeindrucken dabei ist die Welt, die sie geschaffen hat: die Menscheit hat sich der Erde abgewandt und sich in die Tiefen des Universums gewagt - und dabei einen Weg gefunden, unvorstellbare Distanzen zurückzulegen. Durch den sogenannten Grimspace können Menschen mit bestimmter genetischer Veranlagung, sogenannte Navigatoren, schnell von A nach B gelangen. Im Grimspace wird durch die Krümmung des Raumes die Distanz zwischen den beiden Punkten verkürzt, und somit auch die Strecke, die zurück gelegt werden muss.
Die meisten des Universums Planeten haben sich zu einem sogenannten Konglomerat zusammengeschlossen und werden vom Konzern, der sehr an Big Brother aus George Owells 1984 erinnert, überwacht, genauso wie der Grimspace.
Dies ist nur ein kleiner Teil eines gigantischen Schauplatzes, der als Kulisse für ein atemberaubendes Abenteuer dient.

Mitten drin in dieser "Welt" lebt Jax und weiß nicht genau, woran sie bei Marsch und seiner Crew ist. Anscheinend verfolgen ihre Retter - oder Entführer? - einen Plan, von dem sie jedoch nichts weiß. Die Reise von Planet zu Planet sind fesselnd und machen es fast unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen, denn überall herrschen neue Gefahren und stellen die Helden vor neue Aufgaben.
Ein kleines Manko jedoch ist die Beziehung von Jax und Marsch: zu Beginn verbindet sie tiefer Hass, obwohl sie einander kaum kennen und nur wenige Tage später ist es fast, als würden sie sich lieben: eine tiefe Verbindung entseht. Dieser Wandel ging mir zu schnell und auch der Hass am Anfang erscheint mir etwas übertrieben. Glücklicherweise hat sich ihre Beziehung von da an aber langsam entwickelt und nicht so überstürzt, woe erwartet.

Auch bei den Charakteren beweist Aguirre Fingerspitzengefühl. Langsam entwickelt sich aus dem egozentrischen Superstar, der Jax mal war, eine Frau, die sich auch um ihre Mitmenschen kümmert und erkennt, das ihre Welt nicht die ist, die sie zu sein scheint. Obwohl sie anfangs sehr von sich eingenommen ist, war sie mir sofort sympathisch und ist eine Heldin, mit der ich gerne mitfiebere. Oft unsicher, wer sie ist und wer sie sein möchte, findet sie im Laufe der Geschichte langsam zu sich selbst.
Marsch ist sehr geheimnisvoll und scheint immer zu wissen, was Jax denkt, was sie zuweilen wahnsinnig macht. Stück für Stück kommen immer neue Facetten von Marschs Wesen ans Licht und langsam wandelt er sich von einem schemenhaften Geist in eine Person, die schon viel durchgemacht hat und trotzdem nicht aufgibt.
Doc, Loras und Dina, Marschs Crew, bleiben aber eher schemenhaft und ich weiß bis jetzt nicht, wie ich sie einschätzen soll. Aber das kann sich ja in den nächsten Bänden der Serie noch ändern.

Als eine weitere Besonderheit empfinde ich Aguirres Schreibstil. Zum einen, weil der Leser immer nur so viel weiß wie Jax auch und somit zu Beginn der Geschichte völlig ratlos im Dunkeln tappt. Für Neugierige wie mich wird es fast zu einer Qual und das Raten hört nicht auf.
Zum anderen wird durchgehend im Präsens anstatt im Perfekt erzählt. So wird zwar noch mehr Spannung erzeugt, aber es braucht auch einige Zeit, sich daran zu gewöhnen.

Vieles habe ich jetzt schon genannt und könnte euch noch viel mehr erzählen, aber das würde wohl den Rahmen sprengen. Insgesamt ist 'Dunkles Universum - Sonnenfeuer' aber ein sehr gelungener Auftakt einer Science Fiction Serie, die nicht nur alteingesessene Fans des Genres begeistern dürfte, sondern auch für Neueinsteiger wie mich gut geeignet ist. Mit einer Prise Romantik, einem übermächtigen Gegenspieler und einer actionreichen Jagd durch den Weltraum dürfte für jeden etwas dabei sein. Ich kann euch diesen Roman nur ans Herz legen und ich bin schon ganz gespannt auf die Fortsetzung.


SciFi-Challenge:

☿  Merkur (Etwa im Jahr 2000 oder später veröffentlich worden)


Die Reihe im Überblick:

1. Dunkles Universum: Sonnenfeuer (orig.: Grimspace)
2. Dunkles Universum: Sternenglut (dt.: Mai 2012, orig.: Wanderlust)
3. Doubleblind
4. Killbox
5. Aftermath
6. Endgame (Sept. 2012)


Über die Autorin:

Ann Aguirre, geboren 1970, ist eine amerikanische Bestseller-Autorin mit einem Abschluss in Englischer Literatur. Bevor sie sich ganz der Schreiberei widmete, arbeitete sie als Clown, Buchhalterin, Synchronsprecherin und als Retterin von streunenden Kätzchen, wenn auch nicht zwangsläufig in dieser Reihenfolge. Sie schreibt vor allem Science-Fiction- und Fantasy-Romane und lebt mit ihrem Mann, Kindern, zwei Katzen und einem Hund in Mexiko. [Quelle]
Mehr erfahren könnt ihr hier.




Nachdem ich letztes Wochenende schon die Befürchtung hatte, mein Blog würde bald wieder zu kurz kommen, ist hier nun doch schon die nächste Rezension. Da ich im Moment arbeiten gehe, weiß ich nicht, wie viel Energie ich noch zum Lesen habe, da die Arbeit ziemlich auf die Augen geht. Aber es stehen noch zwei Rezensionen aus und eine Vorstellung meiner Neuzugänge. Für die nächste Woche sollte also gut vorgesorgt sein. Und von so vielen tollen Büchern, die ich hier habe, kann ich dauerhaft nicht die Finger lassen, Müdigkeit hin oder her.

Bis dahin,
eure Caro

Freitag, 3. Februar 2012

Isenhart

Autor: Holger Karsten Schmidt
Originaltitel: Isenhart
Verlag: KiWi
Preis: 19,99€
ISBN: 978-3-4620-4332-7
Seiten: 806


Seit "Isenhart" im September 2011 erschienen ist, war ich immer wieder kurz davor es zu kaufen, bis ich es letztendlich geschenkt bekommen habe. Aufgrund der hohen Erwartungen, die ich an den Roman hatte, war ich skeptisch, ob ich die 800 Seiten schaffen, oder vorher enttäuscht würde. Die Befürchtungen bewahrheiteten sich aber glücklicherweise nicht, denn 'Isenhart' ist eines der Bücher, die einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen haben.

Die Geschichte beginnt in der kleinen Hütte einer Hebamme, die grade einer Todgeburt beigewohnt hat. Dieses Kind ist Isenhart, der durch einen geheimnisvollen Mann wieder zum Leben erweckt und später von Walther von Ascisberg mit auf die Burg seines besten Freundes Sigimund von Laurin genommen wird. Isenhart wächst dort als Sohn des Schmiedes auf und lernt dessen Handwerk, bekommt auf von Ascisbergs Bitten hin jedoch auch eine schulische Ausbildung, die sonst den Adeligen vorbehalten ist. Isenhart erweist sich als neugierig und überaus intelligent, was nicht allen auf der Burg gefällt.
In seiner Teenagerzeit wird die Fürstentochter Anna von Laurin, in die Isenhart heimlich verliebt war, ermordet aufgefunden. Von dort an beginnt die Suche nach dem Mörder, die sich über viele Jahre seines Lebens erstrecken wird, denn Anna soll nicht das einzige Opfer bleiben.

Spannend von der ertsen bis zur letzten Seite erzählt Holger Karsten Schmidt die Geschichte des jungen Schmieds, der seiner Zeit geistig weit voraus ist. Wie ein roter Faden zieht sich die Suche nach dem Mörder Annas und weiterer jungen Mädchen durch den Roman, eingepackt in die Lebensgeschichte eines Mannes, dessen größter Schatz sein Wissen ist. Mit viel Erfindungsgeist und Neugier erfasst Isenhart Indizien, die ihn zum Kriminologen seiner Zeit machen: Todesursache, Haarfarbe des Täters oder Zeitpunkt des Todes kann er meist bestimmen. Trotz dieser modernen anmutenden Methoden bleibt die Handlung authentisch, da er sich dabei immer der Mittel und Wege seiner Zeit bedient. Doch nicht nur der kriminalistische Teil der Geschichte beeindruckt, sondern auch das Wissen, das der Autor in diesen Roman gepackt hat. Anatomie, Medizin, Philosophie und Astrologie sind nur einige der Bereiche, die immer wieder angeschnitten und deren führende Köpfe immer wieder zitiert werden.
Insgesamt habe ich die Geschichte, die immer wieder kleinere Spannungshochs erfährt, bis sie schließlich zum entscheidenden Showdown führt, mit ihren intelligenten Dialogen genossen und war auch bei Schilderungen des Alltags nie gelangweilt, sonndern immer freudig gespannt auf das, was kommt.

Auch für die Charaktere hat Holger Kartsten Schmidt ein Händchen. Ob Isenhart, Konrad von Laurin, Walther von Ascisberg oder Henning von der Braake, sie alle sind Figuren mit einer Vergangenheit und einer Zukunft, die während des Lesens wie Menschen aus Fleisch und Blut erscheinen. Sie machen Fehler, lernen dazu, sind manchmal stur, aber dabei immer menschlich - und das auf positive und negativer Art und Weise.

Nach dem ganzen Lob komme ich jetzt zu einem Punkt, der mir während des Lesens zunehmend ins Gedächtnis gerufen wurde: Rechtschreibung und Grammatik. Leider bin ich immer wieder über Fehler gestolpert, sei es nun die falsche grammatische Form, ein Tippfehler, ein fehlender Buchstabe oder gar ein ganzes Wort, was fehlte und den Satz ohne Sinn zurückließ. Die ersten Male habe ich noch drüber hinwegschauen, Fehler passieren schließlich, besonders in so einem dicken Buch. Allerdings bin ich so häufig drüber gestolpert, dass ich es hier erwähnen muss.

Alles in Allem ist 'Isenhart' aber ein absolut lesenswertes Buch, das ich jedem ans Herz legen kann, der mehr möchte, als eine Kriminalgeschichte im Mittelalter. Ein großartiges Werk, von dem ich jede Seite genossen habe.

Mittwoch, 1. Februar 2012

Monatsrückblick Januar

Ihr Lieben,
nachdem ich in den letzten Wochen des vergangenen Jahres eine ziemliche Leseflaute durchlebt habe, bin ich aber jetzt wieder voll da.

Beendet:
-

Gelesen:
Adrian, Lara - Der Kelch von Anavrin: Das Herz des Jägers (394 Seiten)
Schmidt, Holger Karsten - Isenhart (806 Seiten)
Meyer, Kai - Arkadien fällt (448 Seiten)

Gelesene Seiten: 1648

Angefangen:
Tolkien, J.R.R. - The Two Towers

SuB Januar: 27


Buch des Monats:
Die drei Bücher, die ich diesen Monat gelesen habe, haben mir alle sehr gut gefallen. Ganz klar heraus sticht aber "Isenhart" von Holger Karsten Schmidt. Es überzeugt durch großartige Charaktere, eine ausgefeilte Handlung und liebevolle Details. Ganz klar mein Favorit. Die Rezi folgt dann im Laufe der Woche.




 

Lesetechnisch hat mein Jahr also ganz gut begonnen und hoffentlich wird sich das auch in den nächsten Wochen und Monaten fortsetzen.

Bis dahin,
eure Caro