Montag, 31. Dezember 2012

Ein kleiner Wink aus der Versenkung zum Jahresende

Passend zum Jahresende melde ich mich auch mal wieder aus der Versenkung. Lang, lang ists her seit dem letzten Beitrag hier. Das liegt nicht an mangelnder Motivation, sondern eher an mangelnder Zeit.
Als ich vor über einem Jahr zu studieren begonnen habe, hab ich mir das alles so schön ausgemalt: weit weg von zu Hause, eigene Wohnung, in der Uni sein und vor allem: viel lesen und bloggen. Ich lese wohl viel, aber meist Fachliteratur und ab und an mal nen englischen Klassiker. Ansonsten komme ich mit dem SuB-Abbau nur sehr langsam voran. (Außder der oben genannten Literatur kaufe ich nämlich auch nicht viel neues)
Aber für das nächste Jahr habe ich mir schon eine Challenge vorgenommen und ein paar gute Ideen für Beiträge hab ich auch schon. Die Frage ist nur, ob ich genur Zeit finde. Jetzt im Januar wahrscheinlich nicht, weil da die Klausuren bevorstehen, aber danach hoffentlich schon. Vielleicht schiebe ich vorher auch schonmal einen kleinen Kommentar über den ein oder anderen Klassiker ein, den ich in der letztenzeit gelesen habe.

Zum Schluß bleibt mir nur noch, euch einen guten Rutsch ins nächste Jahr zu wünschen. Hoffentlich werde ich meinem einzigen guten Vorsatz, nämlich den Blog ein bisschen wieder zu beleben, treu bleiben.

Eure Caro

Dienstag, 3. Juli 2012

Die Shakespeare-Schwestern von Eleanor Brown



Titel: Die Shakespeare-Schwestern
Originaltitel: The Weird Sisters
Autor: Eleanor Brown
Verlag: inseltaschenbuch
ISBN: 978-3-458-35835-0
Preis: 14,99€
Seiten: 374










Der Chef entdeckt die Steuerhinterziehung? Ungewollt schwanger von dem netten Unbekannten? Der Partner nimmt einen Job am anderen Ende des Atlantiks an? Und zu allem Überfluss erkrankt die Mutter auch noch an Krebs?
So ergeht es den drei Schwestern Rosalind, Bianca und Cordelia aus Eleanor Browns Debütroman "Die Shakespeare-Schwestern". Nach ihrem Literaturstudium veröffentlichte sie zunächst Texte und Geschichten in Anthologien und Zeitschriften. "Ich dachte an eine Geschichte, die schon jahrelang im meinem Kopf herum spukte, daraus wurden die Shakespeare-Schwestern", so die Autorin auf ihrer Homepage über die Entstehung des Buches.
Unterschiedlicher als Rose, Bean und Cordy können Schwestern wohl kaum sein: Bianca, die Karrierefrau, die in New York ihr Glück versucht, Rose, die Bodenständige, die an ihrer akademischen Laufbahn feilt und Cordelia, die Losgelöste, die sich ohne festen Job und Wohnort durch die Welt treiben lässt. Die einzige Gemeinsamkeit der drei scheint die Namensverwandtschaft zu einer der vielen shakespear'schen Frauen zu sein. Rose, nach Rosalind aus "As You Like It" benannt, einer intelligenten, willensstarken Frau, Bianca, die der schönen Zweitgeborenen aus "The Taming of the Shrew" nachempfunden wurde und Cordelia, die jüngste, geliebte Tochter aus "King Lear". Trotz der offensichtlichen Vorbilder der Charaktere und deren Eigenschaften ist "Die Shakespeare-Schwestern" jedoch keine Nacherzählung der genannten Dramen, sonder jede der jungen Frauen geht ihren eigenen Weg.
Alle drei mit ihren Problemen beschäftigt, als ihr exzentrischer Vater sie auf seine ganz eigene Weise über die Krebserkrankung ihrer Mutter informiert.
"Die zweite [Nachricht] stammte von unserem Vater. Er kommuniziert beinahe auschließlich über fotokopierte Seiten aus dem Riverside-Shakespeare. [...]
'Kommt, gehn wir; und zu allen Göttern fleht für unsere Mutter, die in Wehen liegt.'
Und so erfuhr Cordy, dass unsere Mutter Krebs hatte. So erfuhr sie, dass wir nach Hause mussten." (E.Brown, Die Shakespeare-Schwestern; S.12,f)
Nacheinander trudeln sie im Hause ihrer Eltern ein: Bianca, die in einer New Yorker Anwaltskanzlei Steuern hinterzogen hat und sich nun vor deren Schrecken in das sicher anmutende Heim der Kindheit flüchtet, Cordy, die von einer flüchtigen Bekanntschaft schwanger geworden ist und Rose, die schon immer in der Nähe der Eltern gewohnt hat und zwischen ihrem Verlobten, der in England arbeitet, der heimischen Sicherheit und dem Verantwortungsgefühl ihrer Eltern gegenüber hin und her gerissen ist.
Gemeinsam unter einem Dach, kämpft doch jede mit ihren eigenen Problemen, anstatt in der Familie um Hilfe zu bitten, denn alle schämen sich ihres Versagens wegen. So verstecken sie ihre Probleme hinter Shakespeare-Zitaten und ziehen sich in die Welt der Literatur zurück.
"Wir kamen nach Hause, weil wir Versager waren. Das würden wir natürlich nicht zugeben, nicht gleich, nicht vor uns selbst und gewiss nicht vor anderen." (E.Brown, Die Shakespeare-Schwestern; S.11)
Das Lesen ist eines der Hauptmotive in "Die Shakespeare-Schwestern" und steht stellvertretend für alle Arten der Realitätsflucht, bei der sich wohl jeder hin und wieder ertappt. Gelesen wird in der Familie Andreas immer und überall: auf dem Sofa, im Bett oder im Krankenhaus, während der Bestrahlungstherapie der Mutter.
Erzählerisch ist sehr schön dargestellt, wie die Charaktere sich nur langsam überwinden können, miteinander zu reden. Durch Flashbacks in die Vergangenheit wird immer wieder das Verhältnis der Schwestern zueinander dargestellt: obwohl sie eine harmonische Kindheit verlebt haben, faden sie sich immer wieder in der Situation zwei gegen eine wieder, bei der die eine mit aller Macht versuchte, in den Kreis der Schwestern zurück zu gelangen. Auch die meiste Aufmerksamkeit der Eltern zu bekommen ist etwas, um das alle drei Kämpfen. Trotz ihrer Unterschiede und Reibereien lieben sich die Schwestern aber, auch wenn es nicht immer den Anschein macht. Seltene Szenen gemeinsamer Unternehmungen und insbesondere der Erzähltstil unterstreichen dies.
Das außergewöhnlichste an diesem Roman ist wohl die Erzählperspektive. Nicht den gängigen Ich-Erzähler oder Personal-Erzähler wählt Brown für ihre Geschichte, sondern einen in der ersten Person Plural - einen "Wir-Erzähler". Zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, scheint diese Art des Erzählens doch die einzig sinnvolle für diese Geschichte, denn sie unterstreicht, dass die Schwestern trotz ihrer Differenzen untereinander unzertrennlich miteinander verbunden sind. Durch diesen Erzähler wird schon zu Beginn der Geschichte angedeutet, dass die Schwestern am Ende enger zusammenwachsen.
Ein erster Schritt in diese Richtung ist auch, dass die Schwestern anfangen, sich selbst ihre Fehler einzugestehen und - zumindest Bruchstückhaft - miteinander darüber zu reden. Gelungen ist dabei die langsame Entwicklung in diese Richtung, begonnen bei der Leugnung, über das Eingestehen, das Reden und schließlich das Ändern des Lebenswandels. Zu diesem letzten Schritt brauchen jedoch alle drei einen Anstoß von außenstehenden.
"Deine Geschichte, Bean, ist die Geschichte deiner Schwestern. Und ich finde, es ist höchste Zeit, dass du aufhörst, diese Geschichte zu erzählen und anfängst, deine eigene zu erzählen." (E.Brown, Die Shakespeare-Schwestern; S.356)
Sehr eindrücklich wird so gezeigt, dass man nicht alle Probleme alleine lösen muss und vor allem kann und dass es nicht von Schwäche, sondern von Stärke zeugt, um Hilfe zu bitten. Liebevoll und einfühlsam, ohne viel Action erzählt, lässt sich beobachten, wie tatsächlich jede der drei beginnt ihren eigenen Weg zu gehen und sich von den shakespear'schen Vorbildern ihrer Persönlichkeiten abwendet. Und obwohl nur das alltägliche Leben geschildert wird, wird der Roman durch die inneren Konflikte der Charaktere nie langweilig.
Lediglich das Ende ist etwas zu glücklich ausgefallen. Denn obwohl vieles offen bleibt, wird doch gezeigt, dass alles wieder im Lot ist und es scheinbar keine Probleme mehr gibt. Eine abgemilderte Form dessen wäre im Hinblick auf den übrigen Roman geschickter gewesen, denn so verliert sich etwas von der Realitätsnähe der Erzählung.
Alles in allem ist "Die Shakespeare-Schwestern" aber eine wundervolle Geschichte über Familie, das Erwachsenwerden und die Hürden, die das Leben stellt, die während angenehmer Lesestunden nicht nur zum mitfühlen, sondern auch zum nachdenken anregt.

Samstag, 26. Mai 2012

'Du denkst du weißt wer ich bin' von Em Bailey

Mit "Du denkst du weißt wer ich bin" habe ich also meine erstes Wanderbuch gelesen und bin durchaus froh darüber. Hätte ich es selbst gekauft, hätte ich mich wahrscheinlich geärgert. Nun aber erstmal zum Inhalt:

Autor: Em Bailey
Originaltitel: Shift
Verlag: INK
reis: 17,99€
ISBN: 978-3-863-96023-0
Seiten: 346
Die Gerüchte um die Neue lassen Olive zuerst völlig kalt. Aber als Miranda und die beliebte Katie das unzertrennlichste Paar der Schule werden, weckt das Olives Aufmerksamkeit. Die sonst so selbstbewusste Katie verblasst regelrecht neben der neuen Schülerin, lässt sich total vereinnahmen und beeinflussen. Olive kommt das sehr unheimlich vor, fast so, als hätte Miranda übernatürliche Kräfte und würde von Katies Wesen Besitz ergreifen. Doch wer glaubt ihr schon? Jeder denkt doch, dass sie unter Wahnvorstellungen leidet. Entweder ist Olive jetzt tatsächlich übergeschnappt oder dieses ganze Gerede über Miranda ist wahr. Vielleicht ist sie doch eine Mörderin? [Quelle: amazon.de]


Zusammen mit ihrer besten Freundin Ami geht Olive dem Geheimnnis um Miranda nach und stößt auf Informationen, die sie als Humbuck abtun. Klar ist jedoch, dass Miranda etwas unheimliches im Schilde führt, was Olives Klassenkameradin und ehemals bester Freundin Katie gar nicht gut tut. Als es gefährlich wird, verschwindet Ami plötzlich und Olive ist auf sich alleine gestellt. Zu allem Überfluss richtet Miranda ihre Aufmerksamkeit auch noch auf Olive, nachdem Katie uninteressant geworden ist. Vollkommen auf sich gestellt kämpft sie nun ums Überleben. Aber dann ist da noch Lachlan, der neue in der Klasse und der einzige, der ernsthaft besorgt um Olive zu sein scheint

Leider muss ich sagen, dass mich dieses Buch eher enttäuscht hat, obwohl ich es in einem Rutsch gelesen habe.
Alles ist sehr knapp gehalten und bleibt eher oberflächlich, angefangen bei den Charakteren und ihren Beziehungen zueinander. Durch die Ich-Perspektive ist Olive die einzige, die man näher kennenlernt. Alle anderen bleiben vage Vorstellungen, die sich größtenteils auf knappe Beschreibungen des Aussehens beschränken. Olive Beziehung zu Lachlan baut auf kurzen Begegnungen auf, die an einer Hand abzuzählen sind, wirklich kennengelernt haben sie sich nicht.
Auch über Olives Vergangenheit und ihre Beweggründe erfährt man wenig. Gut ist zwar, dass ihr großes Geheimnis erst nach der Hälfte der Geschichte aufgedeckt wird, trotzdem bleibt das Ereignis vage und hätte genauer beschrieben werden können, auch um den Wissensdurst des Lesers zu stillen.
Kommen wir nun zum größten ungeklärten Geheimnis überhaupt: Miranda. Ziemlich am Anfang erfahren Olive und Ami ihr wahres Wesen, wenn auch ohne es zu glaube. Zwei Dinge stören mich hier: zunächst fällt den beiden die Lösung einfach in den Schoß und zum zweiten, und viel gravierenderen, weiß man zwar nun einen Namen für ihr Wesen, aber das wars auch schon. Im Laufe des Buches werden zwar auch die Auswirkungen klar, aber es wäre schön gewesen zu erfahren, woher diese Wesen kommen, warum sie ihre Fähigkeiten haben und ob alle sie so einsetzen, wie Miranda. Ihre Verwandte Oona, bei der sie untergebracht ist, scheint von der selben Art zu sein, ist aber keine Gefahr für die Menschen.
Nun noch eine Kleinigkeit am Rande: ich finde nicht, dass dieses Buch die Bezeichnung "Thriller" verdient hat. Es wird zwar zwischendurch spannend, aber nicht so furchteinflößend, wie ich es mir von einem Thriller erwarte. Also können auch zartbeseitetere Gemüter gut und gerne zugreifen.

Insgesamt ist "Du denkst, du weißt wer ich bin" ganz nett für zwischendurch, aber es bleibt zu viel ungeklärt und vieles ist sehr vage. Schade, denn die Idee ist gut, nur die Umsetzung nicht so gelungen.

Mittwoch, 23. Mai 2012

'Die Winterrose' von Jennifer Donnelly

Als ich Jennifer Donnellys "Die Winterrose" auf einem Wühltisch entdeckte, musste ich sofort zu greifen. Schließlich hatte ich schon viel Gutes über den Vorgänger "Die Teerose" gehört, zu dessen Kauf ich mich bis dato nicht entschließen konnte. Als ich dann mit "Die Winterrose" anfing, musste ich feststellen, dass es sich nicht, wie erwartet, um ein eigenständiges Buch handelte, sondern dass auch Personen aus dem Vorgänger eine große Rolle spielen. Dem Verständnis tat es keinen Abbruch, aber dazu später mehr. Hier erstmal ein kurzer Überblick über den Inhalt:

Autor: Jennifer Donnelly
Originaltitel: The Winter Rose
Verlag: Piper
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3-492-25281-2
Seiten: 784

Die Reihe im Überblick:

1. Die Teerose
2. Die Winterrose
3. Die Wildrose


Voller Dramatik und Sinnlichkeit erzählt Jennifer Donnelly die Geschichte der jungen Ärztin India Selwyn-Jones aus dem London des frühen 20. Jahrhunderts: India kannte nur ein Ziel, sie wollte eine erfolgreiche Ärztin werden. Dann begegnete sie Sid Malone. Und plötzlich war es India gleich­gültig, daß sie Verbotenes tat. Daß sie ihre Verlobung mit dem ehrgeizigen Parlamentsabgeordneten Freddie Lytton aufs Spiel setzte, um sich endlich ihrer Liebe zu Sid hinzugeben. Doch es war ein Spiel mit dem Feuer, denn Sid war ein gejagter Gangsterboß aus dem berüchtigten Londoner Armenviertel Whitechapel - und zu seinen Todfeinden gehört Freddie Lytton [Quelle: amazon.de]


Als ich dieses Buch begann, hatte ich mich schon gesehen, wie ich Ewigkeiten dafür brauchen würde, bei der Anzahl an Seiten und meinem derzeitigen Lesetief. Zum Glück war dem dann doch nicht so und ich hatte das Buch (leider) relativ schnell durch. Einmal angefangen konnte ich es kaum wieder aus der Hand legen. Maßgeblich dazu beigetragen hat wohl der Erzählstil der Autorin. Denn indem sie immer wieder die Erzählperspektive wechselt, bleibt es am Ende eines Kapitels immer spannend und ich musste unbedingt weiterlesen. Etwas verwirrt hat mich allerdings zunächst, dass die nie da weitererzählt hat, wo sie vorher aufgehört hat. Nach wenigen Kapiteln hatte ich mich aber auch daran gewöhnt und konnte voll und ganz in dieses großartige Abenteuer eintauchen.
Wie schon erwähnt, tauchten einige Charaktere aus "Die Teerose" wieder auf. Für die, die es gelesen haben, ist es sicherlich schön, nochmals auf die Reise mit altbekannten und geliebten Figuren zu gehen. Für mich, die ich es nicht gelesen hatte, war es trotzdem ok, da die Geschichte der einzelnen Figuren nochmals angerissen wurden. Von daher fühlte ich mich nicht so, als würde mir Vorwissen fehlen.
Sehr gut gefallen hat mir auch die Menschlichkeit der Figuren und somit die realitätsnahe Erzählung der Geschichte, was dem ganzen noch eine Spur mehr Dramatik verleiht. Die Charaktere handeln nachvollziehbar und das Schicksal fügt sich (meist) nicht so, dass es zwangsläufig auf ein Happy End hinausläuft - es gibt eine lange Zeit der Resignation und Hoffnungslosigkeit (ich bleibe mal so vage, um nicht zu viel zu erzählen). Man könnte sagen, es ist eine Geschichte, die das Leben schreibt.
Bei vielen Büchern bewundere ich den Detailreichtum und die damit zusammenhängende, ausgiebige Recherche. So auch hier. Sehr detailliert wurden zum Beispiel medizinische Sachverhalte anschaulich beschrieben.
Da ich nicht Spoilern möchte, werde ich nicht näher auf den Inhalt eingehen. Aber wie ihr vielleicht erahnen könnt, bin ich durchweg begeistert von "Die Winterrose". Großartige Charaktere, eine starke Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt und eine atmosphärische, realitätsnahe Handlung machen es zu einem wahren Leseerlebnis. Eine gelungene Mischung aus Historischem, Abenteuer und einer Liebesgeschichte. Sehr zu empfehlen!

Freitag, 27. April 2012

Challenges

Hallo ihr Lieben,

hier gibt es mal wieder ein Lebenszeichen von mir. In den letzten Monaten sind zwei Challenges abgelaufen, an denen ich teilgenommen habe. Einmal die raVenport Science Fiction Challenge und die Coverchllenge von Dreamcatcher. Leider habe ich beide nicht geschafft. Dank der SciFi Challenge habe ich aber ein neues Genre für mich entdeckt, aus dem noch einige Bücher auf meinem Wunschzettel stehen.

Im Moment habe ich also noch zwei laufende Challenges, einmal die Wälzer-Challenge vom Bücherwahnsinn und die Weltenbummler Challenge von Ayanea und Britta. Bei beiden mache ich ganz gute Fortschritte. Immerhin habe ich schon 3 von momentan 13 "Wälzern" auf meinem SuB weggelesen und der nächste liegt auch schon bereit.
Über meinen Fortschritt bei der Weltenbummlerchallenge habe ich aber zugegebener Maßen einen schlechten Überblick, da ich nicht mehr genau weiß, was ich in letzter Zeit gelesen habe, irgendwie hänge ich ganz schön mit den Rezensionen zurück. Ich werde das in den nächsten Tagen mal auf den neuesten Stand bringen und auch die wichtigsten Rezis nachholen.

Erfreulicherweise habe ich außerdem wieder zum Lesen gefunden und gemerkt, dass es gar nicht so gut ist, sich den ganzen Tag nur mit Uni-Kram zu beschäftigen - selbst wenn ich dann nicht alles perfekt kann. So habe ich in den letzten Tagen über 600 Seiten gelesen und ich habe ganz klar Lust auf mehr. Nur zum Rezensieren fehlt mir grade die Motivation, da ich in der Hinsicht in letzter Zeit nicht mehr zufrieden mit den Ergebnissen bin. Aber dazu ein anderes Mal mehr.

Caro

Dienstag, 27. März 2012

Neues Gewandt

Hallo ihr Lieben!

Wir ihr seht, hatte ich mal wieder ust auf was neues. Bei dem schönen Wetter draußen war ich das herbstliche Braun einfach satt und habe ganz spontan mein Layout etwas sommerlicher gestaltet. Zum ersten Mal habe ich dabei mal bei 'The cutest BLog on the Block' vorbei geschaut und auch gleich was schönes gefunden. Ich war wirklich begeistert, wie einfach das war. Vielleicht gibt es die Tage noch einen neuen Header, aber im Moment gefällt es mir ganz gut so, wie es ist. Was meint ihr?

Das Bücher-Outlet

Nach einem ganz wundervollen Wochenende in Lübeck (von dem ich euch noch berichten werde) war ich gestern zum gemütlichen Stadtbummel mit einer guten Freundin in Münster verabredet. Genauso wie in Paderborn gibt es dort ja auch viele kleine Nebenstraßen und Läden, die man sonst nirgends findet. Nachdem ich über einen kleinen Teeladen gestolpert bin, aus dem ich nicht ohne etwas zu kaufen rausgekommen bin - ich liebe Tee und die hatten auch noch so schöne Dosen da - habe ich noch eine andere Entdeckung gemacht, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
Irgendwo in einer Nebenstraße der Einkaufstraße fand ich dank der Leitung meiner Freundin einen Bücher-Outlet. Kleider-Outlets kenne ich ja zu genüge, aber das es sowas auch für Bücher gibt, habe ich mir bisher noch nichtmal träumen lassen. Umso mehr habe ich mich also über diesen Fund gefreut.
Das Bücher-Outlet ist ein netter kleiner Laden, vollgestopft mit Mängelexemplaren. Diese sind zwar etwas teurer als in den großen Buchhandlungen üblich, dafür ist aber auch die Auswahl um einiges besser.

Meine neuen Schätze

Auf geschätzten 30qm stehen dicht bei dicht gefüllte Regale, die wie in einer Buchhandlung nach Genre geordnet sind. Mit Aufstellern und Tischen, auf denen die Bücher präsentiert werden, bleibt auch alles schön übersichtlich.
Natürlich konnte ich den Laden nicht ohne Buch verlassen und bei der großen Auswahl und meiner eigenen Unentschlossenheit ging ich einfach nach meinem Bauchgefühl. So ist nun "Die Fremde aus dem Eis" von René Barjavel bei mir eingezogen. Überraschenderweise ist das Buch bereits 1968 im französischen und vier Jahre später in Deutschland unter dem Titel "Elea" bei Heyne erschienen. Die Neuübersetzung von Droemer Knaur ist erst 2009 erschienen. Ich bin also gespannt, was mich da erwartet, aber der Klappentext klingt schonmal echt gut.

Enttäuscht war ich aber von der Website des Unternehmens. Als ich in der Hoffnung auf einen Onlineshop oder Ähnliches mal reingeschaut habe, musste ich ernüchternd feststellen, dass die Seite nicht viel mehr als eine unvollständige Standortliste beeinhalten. Für die, die es interessiert hier trotzdem der Link: http://buecher-outlet.de/
Wenn ich mal wieder in Münster bin, werde ich dort auf jeden Fall wieder vorbei schauen.

Montag, 26. März 2012

Das Geheimnis der schreienden Mumie

'Osiris Ritual' von George Mann

Autor: George Mann
Originaltitel: The Osiris Ritual
Verlag: Piper
Preis: 16,99€
ISBN: 978-3-492-70259-1
Seiten: 389


Die Reihe im Überblick: Newbury and Hobbes
1. "The Affinity Bridge" 
2. "The Osiris Ritual"
3. "The Immortality Engine"

 
Das erfolgreichste Ermittlerduo der Krone, Sir Maurice Newbury und Veronica Hobbes, hat einen neuen Auftrag, denn London wird von mysteriösen Todesfällen heimgesucht: Junge Frauen verschwinden spurlos, nachdem sie die Show eines berühmten Zauberkünstlers besucht haben. Und ein bedeutender Kunstmäzen wird nach der öffentlichen Präsentation einer echten Mumie brutal ermordet. Während Newbury das Geheimnis der Mumie zu ergründen versucht, verstrickt er sich in okkulte Intrigen, die ihn in die tiefsten Tiefen der menschlichen Natur führen. Und dann gerät auch noch seine Assistentin Hobbes in höchste Gefahr, als sie die doppelte Falltür des Illusionisten durchschaut. Kann Newbury gleichzeitig London und seine Assistentin retten? Oder wird das Osiris-Ritual alles vernichten?

Im zweiten Teil der Reihe um das Ermittler-Duo Newbury und Hobbes stellt George Mann seine Protagonisten sowie seine Leser vor ein unheimliches Mysterium. Der Forscher und Philantrop Lord Henry Winthrop kehrt von seiner Ägyptenreise mit einer aufsehenerregenden Entdeckung zurück: ein Sakrophag mit fragwürdigen Hyroglyphen, die auch die Experten vor ein großes Rätsel stellen. Kurz nach der öffentlichen Freilegung der Mumie, einem Mann, der anscheinend bei lebendigem Leib einbalsamiert wurde, wird Lord Winthrop tot aufgefunden.
Doch was hat der Mord mit Newburys Auftrag zu tun, einen ehemaligen Agenten der Krone zu suchen, der angeblich seit fünf Jahren tot ist?
Mitreißend erzählt Mann von actionreichen Verfolgungsjagden und guter, alter Polizeiarbeit, die im verregneten, nebligen London zwischen dampfenden Motoren, Luftschiffen und Pferdekutschen eine wundervolle, mystische Kulisse finden.
Wo in 'Affinity Bridge' Roboter mit menschlichen Gehirnen auftauchten, wird der Leser nun vor vermehrt vor die Frage gestellt, wie es möglich ist, dass zum Beispiel Queen Victoria nur noch von Maschinen am Leben erhalten wird. Zwar wird der Arzt, der diese Wunder vollbringt, Dr. Lucius Fabian, erwähnt, aber leider wird das Rätsel noch nichteinmal in Ansätzen gelöst.
Auch Newburys Assistentin Veronica Hobbes lebt nicht ungefährlich: auf eigene Faust ermittelt sie mit viel Herzblut den Fall verschwundener Frauen und gerät dabei selbst immer wieder in Gefahr. So fiebert man als Leser mit, hofft das alles ein gutes Ende findet und erfährt nebenbei noch das ein oder andere pikante Geheimnis, das ihre Freundschaft zu Newbury gefährdet.
Durch geschickte Erzählweise schafft der Autor es immer wieder, den Leser auf die Folter zu spannen. So wechselt er oft in brenzligen Situationen den Schauplatz, auf dem es aber auch hoch her geht. So ist es nahezu unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen.
Leider muss ich aber sagen, dass ich von 'Osiris Ritual' mehr erwartet habe. Die Ergebnisse der Ermittlungen sind eher ernüchternd und das Ritual nicht so spektakulär, wie es im Verlauf der Geschichte angedeuted wird. Viele Dinge werden leider nur oberflächlich angerissen. Wo man bei vielen Büchern gut und gerne 100 Seiten streichen könnte, wären hier ein paar mehr nicht verkehrt gewesen, denn mit unter 400 Seiten gehört 'Osiris Ritual' noch mit zu den Leichtgewichten.
Schön jedoch ist, dass in 'Osiris Ritual' noch mehr auf die Charaktere eingegangen wird. Nicht nur Miss Hobbes Geheimnisse werden teilweise gelüftet, auch in Newburys Abgründe bekommt der Leser einen guten Einblick und fängt an, um das Wohl des Ermittlers zu bangen.

Insgesamt hat mir der Roman aber trotz der kleinen Schwachstellen sehr gefallen, auch wenn er mit 'Affinity Bridge' nicht mithalten kann. Er vereint Steampunk, mitreißende Verfolgungsjagden und Polizeiarbeit, die leicht an Sherlock Holmes erinnert, zu einem spannenden Krimi. Und zum Schluss des Buches keimte sogar die Hoffnung in mir auf, dass wir im nächsten Teil mehr über den geheimnisvollen Dr. Fabian erfahren werden...

Samstag, 24. März 2012

Dark Love

Jahr 2195: In einer Zukunft, in der Welt größtenteils zerstört und unbewohnbar ist, die Menschen die gesellschaftlichen Normen der viktorianischen Zeit angenommen, sich aber dennoch technisch und elektronisch weiterentwickelt haben spielt Lia Habels Roman "Dark Love".
Die Protagonistin Nora Dearly ist inzwischen Waise und lebt bei ihrer Tante, die sie nicht leiden kann. Denn auf gesellschaftliche Verpflichtungen und vor allem auf eine arrangierte Ehe hat Nora überhaupt keine Lust. Lieber schaut sie sich die alten Kriegshologramme ihres Vaters an. Von einem auf den anderen Tag jedoch ändert sich ihr Leben schlagartig: sie wird entführt, viel schlimmer noch: sie wird von einer Horde Zombies entführt, die behaupten, sie schützen zu wollen. Insbesondere ihr Anführer Bram weicht nicht mehr von ihrer Seite. Schnell stellt sich ihr die Frage, was ihr Vater mit der ganzen Sache zu tun hat und ob dieser nicht doch noch am Leben ist...


Zugegeben: anfangs war ich sehr skeptsich was diesen Roman angeht. Eine Liebesgeschichte mit Zombies fand ich irgendwie ekelig. Eine ganze Zeit während des Lesens hat mich dieses Gefühl auf weiterhin verfolgt. Aber ich fange von vorne an:
Zunächst scheint Noras Leben ganz normal zu sein, wie das ihrer Mitschülerinnen auch. Seit ihr Vater vor einem Jahr gestorben ist, lebt Nora mit ihrer ungeliebten Tante zusammen, deren einziger Wunsch es ist, Nora schnell zu verheiraten - ganz zu deren Missfallen. In den ersten Kapiteln des Buches bekommt der Leser eine schöne Einführung in die Welt, in der Nora lebt: Eine neue Eiszeit ist angebrochen und ein Großteil Erde zerstört. Nun lebt die Menschheit - oder das, was davon noch übrig ist - irgendwo in Südamerika. Zwar ist die Gesellschaft technisch sehr weit entwickelt, lebt aber trotzdem nach den Regeln des viktorianischen Zeitalters. Es ist sehr fragwürdig, ob sich die Menschen wieder zu solch einer gezwungenen und unfreien Gesellschaft zurückenwickeln würde, aber die Idee ist durchaus interessant.
Noras Leben verändert sich schlagartig, als sie eines Nachts von einer Horde Zombies entführt wird und gefangengenommen wird. Verängstigt sieht sie ihr Gefängnis zugleich als Zufluchtsort vor ihren Entführern. Von Angst und Ekel beherrscht übermannt sie die Verzweifelung, bis Bram, der Anführer der Zombiearmee, sich vor ihre Tür setzt und sich mit ihr unterhält. Langsam merkt sie, das hinter den Untoten doch ein menschliches Wesen steckt, gefangen in einem verwesenden Körper.
Wie gesagt konne ich mich zunächst auch nicht mit den Zombies anfreunden, verlor aber langsam gemeinsam mit Nora meinen Ekel vor ihnen.
Genauso wie Nora und ihre beste Freundin Pamela muss man nun auch Bram und seine Freunde einfach ins Herz schließen. Doch natürlich ist nicht alles gut: Brams Vorgesetzter Victor plant schlimmes für die Zombiearmee und auch Noras Heimat ist in Gefahr: die Stadt wird von Zombies überfallen.
So entwickelt sich der Roman von einer netten Geschichte zu einem mitreißenden Abenteuer, in dem immer neue Gefahren auf die Protagonisten warten. Da aus mehreren Perspektiven erzählt wird, unter anderem aus denen von Nora, Bram und Pamela, die sich noch in Neu-Victoria befindet, wird der Leser vom einen Schauplatz zum nächsten gebracht, dabei ist aber immer klar, wo man sich grade befinden sodass keine Verwirrung aufkommt.
Auch für die Charaktere beweist Lia Habel ein gutes Händchen: man fiebert mit den Helden mit, kann aber die bösen nicht richtig hassen, weil sie ihre eigene Geschichte haben, die sie in ihrem Handeln antreibt.

In 'Dark Love' vereint Lia Habel Dytopie, Steampunk und Zombies zu einem großartigen Abenteuer, in dem auch die Liebe nicht zu kurz kommt. Wer Lust auf was neues hat, sollte definitiv zu diesem Buch greifen!

Dienstag, 20. März 2012

Die schönen Dinge des Lebens...

Ihr Lieben,

heute habe ich euch einiges zu berichten. Zuerst einmal eine Sachem die mich sehr glücklich stimmt und zugleich sehr erleichtert: ich bin endlich an der Uni für Geschichte und Englischsprachige Literatur und Kultur eingeschrieben.
Im letzten Semester habe ich sehr schnell gemerkt, dass Wirtschaft nicht mein Ding ist und mich nach langem hin und her dazu entschieden, zum nächsten Semester zu wechseln.
Der Schock kam dann aber vor etwa einem Monat: nachdem ich alles eingereicht und überwiesen hatte, kamen die Studienbescheinigungen, auf denen noch mein alter Studiengang notiert war. Nach vielen Telefonaten und einem gescheiterten E-Mail verkehr (meine Domain wurde gesperrt...) habe ich dann vor einer Woche erfahren, dass ich entweder einen Sprachtest oder mein Zeugnis mit entsprechenden Noten einreichen muss. Gesagt, getan, das Zeugnis habe ich noch am selben Tag weggeschickt und heute habe ich dann zum Glück im System der Uni gesehen, dass ich jetzt für den Zweifach-Bachelor eingeschrieben bin. War ich erleichtert...

Die zweite schöne Sache ist, dass ich zum Abschluss meiner Ferien ein Wochenende in Lübeck bei der Familie meines Freundes verbringen werde. Ich freue mich schon sehr und bin schon gespannt, weil die Stadt sehr schön sein soll. Vielleicht werde ich euch hinterher sogar ein paar schöne Fotos zeigen können. Und: blogtechnisch ist für das Wochenende auch schon vorgesorgt, euch erwartet mindestens eine Rezension. So schnel wird hier hoffentlich nicht wieder Ruhe einkehren!

LG, Caro

3 Sätze über...

Der Eid der Kreuzritterin von Ricarda Jordan

Autor: Ricarda Jordan
Originaltitel: -
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 8,99
ISBN: 978-3-404-16480-6
Seiten: 541


Mainz und Köln, 1212. Zwei junge Frauen lehnen sich auf gegen ihre arrangierte Zukunft: Konstanze will nicht ins Kloster und Gisela nicht mit einem Ritter verheiratet werden, dem ein schrecklicher Ruf vorauseilt. Zur gleichen Zeit brechen im Orient zwei junge Männer auf: Armand wird vom Großkomtur der Tempelritter mit einem geheimen Auftrag nach Europa entsandt, und der Sultan von Alexandria schickt seinen Sohn Malik auf eine nur scheinbar harmlose Reise...
Die Wege der zwei Frauen und der beiden Männer kreuzen sich. Ihr Schicksal ist untrennbar miteinander verknüpft. Ihre Welt gerät aus den Fugen. Und sie geraten in das Räderwerk einer unglaublichen Verschwörung, die im Vatikan ihren Ursprung zu haben schein...


In "Der Eid der Kreuzritterin" entführt Ricarda Jordan, ein Synonym der Autorin Sarah Lark, den Leser in die Welt des Mittelalters. Vor einer goßartigen Kulisse erzählt sie die Geschichte von Gisela und Konstanze, die mihilfe des Kinderkreuzzuges ihrem ungeliebten Leben entfliehen wollen. Mitreißend, aber auch sehr berührend wird das Schicksal der Kinder beschrieben, die sich von Köln aus auf den gefährlichen Weg nach Genua und schließlich über Pisa nach Rom machen. Auf ihrer Reise treffen die beiden Frauen Armand, einen Knappen der Tempelritter, und Malik, den Prinzen von Alexandria. Aus den verschiedenen Perspektiven erzählt, wachsen einem die Charaktere sehr ans Herz. In Gefahren, womöglichen Hinterhälten, aber auch in der Liebe und schließlich im Rätsel um eine Verschwörung des Vatikans fiebert und Rätselt man mit.
Insgesamt ist das Buch eine gelungene Mischung aus Abenteuer und Liebesgeschichte.
Allen, die historische Romane lieben, aber auch denen, die ein neues Genre für sich entdecken wollen, kann ich diesen Roman nur wärmstens empfehlen!


Über die Autorin:
Christiane Gohl, die unter anderem unter den Pseudonymen Sahra Lark und Ricarda Jordan Romane veröffentlich, wurde 1958 in Bochum geboren. Neben ihrem Studium arbeitete sie lange Jahre als Reiseleiterin. Inzwischen lebt und arbeitet sie auf einer kleinen Pferdezucht in Spanien.

Montag, 19. März 2012

Da bin ich wieder!

Huhu!

Wie ihr vielleicht gemerkt habt, war es die letzten Wochen sehr still um meinen Blog. Wie ich vor ein paar Wochen bereits erzählt habe, hatte ich mir für meine Semesterferien einen Job gesucht. So blieb mir leider nicht allzu viel Zeit zum bloggen. Naürlich standen Freunde und Familie in meiner Freizeitgestaltung an erster Stelle, aber auch das Lesen kam überraschenderweise nicht zu kurz.
Leider konnte ich mich abe nicht aufraffen, mich hinzusetzen und die austehenden Rezensionen zu tippen. Dazu kommt, dass wir seit fast zwei Wochen kein Internet mehr haben. Über das 'Warum' scheiden sich die Geister. Unser Anbieter behauptet, wir hätten gekündigt, bei uns weiß aber niemand etwas davon. Deshalb konnte ich immer nur über das schwache W-Lan meiner Großeltern rein, die im Nachbarhaus wohnen. Nächsten Dienstag soll es aber dann soweit sein und das Internet soll wie gewohnt laufen. Was für ein Theater!
Die ersten Rezensionn habe ich aber inzwischen fertig gestellt und werde sie euch nach und nach präsentieren.

LG Caro

Sonntag, 4. März 2012

Monatsrückblick Februar

Beendet:
Die irische Meerjungfrau

Gelesen:
Dark Love - Lia Habel (508 Seiten)
Dunkles Universum: Sonnenfeuer - Ann Aguirre (414 Seiten)
Der Eid der Kreuzritterin - Ricarda Jordan (542 Seiten)

Gelesene Seiten: 1464

SuB Zuwachs:
Dunkles Universum: Sonnenfeuer
Osiris Ritual
Ice - Hüter des Nordens

SuB Januar:   27
                     +3
                     -4
SuB Februar: 28



Buch des Monats:

Mein besonderes Highlight diesen Monat war "Der Eid der Kreuzritterin" von Ricarda Jordan. In einem großartigen Abenteuer entführt die Autorin den Leser ins Mittelalter, mitten in die Kinderkreuzzüge. Eine wundervolle Geschichte, in der historische Daten und Fiktion zu einem großartigen Abenteuer ineinander verwoben worden sind. Von dem ersten Satz an hat mich die Geschichte gepackt und erst nach zuklappen des Buches wieder losgelassen.






Alles in allem war der Februar ein relativ zufriedenstellenderLesemonat, auch wenn ich mir ein Buch mehr vorgenommen hatte.Ich bin aber froh, noch einiges für meine Challenges geschafft zu haben.

Freitag, 2. März 2012

Neu in meinem Regal

Ihr Lieben,
wieder ist eine Woche vergangen und wieder bin ich mit dem Rezis schreiben nicht nachgekommen. Auch in "Der Eid der Kreuzritterin" habe ich keine einzige Seite mehr gelesen, diese Woche war irgendwie sehr kräftezehrend. Dafür habe ich aber heute bei der Thalia meines Vertrauens einen regelrechten Frustkauf getätigt. Aus dem Stöbern in den Mängelexemplaren sind dann doch drei neue Bücher auf meinem SuB geworden. Und ich hätte noch weiter zuschlagen können... Und hier seht ihr meine neuen Schätze:




"Die Winterrose" von Jennifer Donnelly:
habe ich unter den besagten Mängelexemplaren gefunden. "Die Teerose" soll ja wohl sehr gut sein, deshalb musste dieses Buch hier gleich mit. Außerdem scheint es perfekt für die Weltenbummler-Challenge zu sein.

"The Adventures of Sherlock Holmes" von Sir Arthur Conan Doyle:
hat mit aus dem Regal heraus angegrinst und durfte mit.

"Jane Eyre" von Charlotte Bronte:
"Die Sturmhöhe" von der jüngsten der drei Bronte Schwestern gehört mit zu meinen Lieblingen und ich hoffe, das "Jane Eyre" so gut ist, wie es der Klappentext verspricht.


Das sind also meine drei neuen Schätze. Hoffentlich schaffe ich es bald, die Rezensionen zu tippen und endlich mein Buch zuende zu lesen. Ich bin nämlich schon echt gespannt, wie es weiter geht, aber abends einfach viel zu müde zum lesen...

Samstag, 25. Februar 2012

Neu in meinem Regal

Heute ist auch der letzte Neuankömmling bei mir eingetroffen und alle Bücher, auf die ich noch gewartet habe, sind endlich da:


"Dunkles Universum: Sonnenfeuer" - Ann Aguirre:
Ist schon ausgelesen und rezensiert. Wirklich tolles Buch!

"Osiris Ritual" von George Mann:
Darauf freue ich mich schon, seit ich den Vorgänger "Affinity Bridge" ausgelesen habe. Werde ich als nächstes lesen und kann es kaum erwarten.

"ICE: Hüter des Nordens" - Sarah Beth Durst:
Von diesem Buch habe ich bisher nur gutes gehört und die Idee dahinter klingt wirklich interessant. Außerdem ist es ein Einzelband.


Leider musste ich mich aber diese Woche das erste Mal über meinen Postboten ärgern. Als er "Ice" abliefern wollte, war anscheinend niemand zu Hause und es hat ziemlich geregnet. Anstatt also bei den Nachbarn zu klingeln oder das Buch einfach unter das Vordach in die Tür zu stellen, steckt er es also so weit es geht in den Briefkasten (also gut 2cm) und setzt es dem Regen schutzlos aus. Dem Buch ist zwar glücklicherweise nichts passiert, aber geärgert hat es mich trotzdem sehr.

Montag, 20. Februar 2012

Kampf dem SuB

Ihr Lieben,

grade habe ich festgestellt, dass ich meinen SuB unbewusst, aber durchaus erfolgreich dezimiere. Da ich meinen kompletten SuB in meiner Wohnung habe und noch bis Ende März bei meinen Eltern bin, habe ich nur eine kleine Auswahl mitgenommen. Von sechs mitgenommenen Büchern habe ich schon zwei beendet und drei weitere begonnen. Dafür, dass ich nebenbei noch arbeite, ist das ein guter Schnitt, finde ich. Am Wochende, wenn ich in meine Wohnung fahre, werde ich die zwei ausgelesenen Bücher dann gegen neue vom SuB austauschen. Auf diese Art und Weise hoffe ich, bis zum Beginn des nächsten Semesters meinen SuB unter 25 zu bekommen - die zwei Bücher, die noch auf dem Weg zu mir sind, mit eingerechnet. Ich sehe dem ganzen sehr positiv entgegen und genieße meine unfreiwillige buchkauffreie Zeit - schließlich bin ich die letzten zwei Wochen irgendwie nicht mehr in die Stadt gekommen.
Ich werde dann mal fleißig weiter lesen und euch die nächsten Tage noch die beiden austehenden Rezensionen liefern.

Samstag, 18. Februar 2012

Dunkles Universum - Sonnenfeuer

Autor: Ann Aguirre
Originaltitel: Grimspace
Verlag: Blanvalet
Preis: 8,99€
ISBN: 978-3-442-26802-3
Seiten: 416

Sirantha Jax ist eine begnadete Navigatorin, die in der Lage ist, Raumschiffe durch den gefährlichen Grimspace zu steuern und dabei unvorstellbare Entfernungen zurückzulegen. Doch nun soll sie für eine Tat bestraft werden, an die sie sich nicht einmal erinnert. Plötzlich taucht der geheimnisvolle March in ihrer Zelle auf. Er will Jax zur Flucht verhelfen – wenn sie die Rebellen in ihrem Kampf gegen das Regierungssystem unterstützt. Doch March scheint auch noch ein anderes Motiv zu haben, der schönen Jax die Freiheit zu schenken …


Mit dem ersten Satz wirft Ann Aguirre den Leser mitten ins Geschehen, in den Kopf von Navigatorin Sirantha Jax. Gefangengenommen vom Konzern, der unter anderem die Navigatoren beaufsichtigt, ist sie in einer auswegslosen Situation, bis der geheimnisvolle Marsch auftaucht, um sie zu retten. Zwar kann sie den Unbekannten nicht austehen, folgt ihm aber trotzdem in der Hoffnung auf Freiheit. Mit Marsch und seiner Crew begibt sie sich auf eine riskante Reise durch das Universum, denn Navigatoren, die sich gegen den Konzern wenden, leben gefährlich.

Fesselnd und temporeich erzählt Ann Aguirre die Geschichte um Sirantha Jax. Besonders beeindrucken dabei ist die Welt, die sie geschaffen hat: die Menscheit hat sich der Erde abgewandt und sich in die Tiefen des Universums gewagt - und dabei einen Weg gefunden, unvorstellbare Distanzen zurückzulegen. Durch den sogenannten Grimspace können Menschen mit bestimmter genetischer Veranlagung, sogenannte Navigatoren, schnell von A nach B gelangen. Im Grimspace wird durch die Krümmung des Raumes die Distanz zwischen den beiden Punkten verkürzt, und somit auch die Strecke, die zurück gelegt werden muss.
Die meisten des Universums Planeten haben sich zu einem sogenannten Konglomerat zusammengeschlossen und werden vom Konzern, der sehr an Big Brother aus George Owells 1984 erinnert, überwacht, genauso wie der Grimspace.
Dies ist nur ein kleiner Teil eines gigantischen Schauplatzes, der als Kulisse für ein atemberaubendes Abenteuer dient.

Mitten drin in dieser "Welt" lebt Jax und weiß nicht genau, woran sie bei Marsch und seiner Crew ist. Anscheinend verfolgen ihre Retter - oder Entführer? - einen Plan, von dem sie jedoch nichts weiß. Die Reise von Planet zu Planet sind fesselnd und machen es fast unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen, denn überall herrschen neue Gefahren und stellen die Helden vor neue Aufgaben.
Ein kleines Manko jedoch ist die Beziehung von Jax und Marsch: zu Beginn verbindet sie tiefer Hass, obwohl sie einander kaum kennen und nur wenige Tage später ist es fast, als würden sie sich lieben: eine tiefe Verbindung entseht. Dieser Wandel ging mir zu schnell und auch der Hass am Anfang erscheint mir etwas übertrieben. Glücklicherweise hat sich ihre Beziehung von da an aber langsam entwickelt und nicht so überstürzt, woe erwartet.

Auch bei den Charakteren beweist Aguirre Fingerspitzengefühl. Langsam entwickelt sich aus dem egozentrischen Superstar, der Jax mal war, eine Frau, die sich auch um ihre Mitmenschen kümmert und erkennt, das ihre Welt nicht die ist, die sie zu sein scheint. Obwohl sie anfangs sehr von sich eingenommen ist, war sie mir sofort sympathisch und ist eine Heldin, mit der ich gerne mitfiebere. Oft unsicher, wer sie ist und wer sie sein möchte, findet sie im Laufe der Geschichte langsam zu sich selbst.
Marsch ist sehr geheimnisvoll und scheint immer zu wissen, was Jax denkt, was sie zuweilen wahnsinnig macht. Stück für Stück kommen immer neue Facetten von Marschs Wesen ans Licht und langsam wandelt er sich von einem schemenhaften Geist in eine Person, die schon viel durchgemacht hat und trotzdem nicht aufgibt.
Doc, Loras und Dina, Marschs Crew, bleiben aber eher schemenhaft und ich weiß bis jetzt nicht, wie ich sie einschätzen soll. Aber das kann sich ja in den nächsten Bänden der Serie noch ändern.

Als eine weitere Besonderheit empfinde ich Aguirres Schreibstil. Zum einen, weil der Leser immer nur so viel weiß wie Jax auch und somit zu Beginn der Geschichte völlig ratlos im Dunkeln tappt. Für Neugierige wie mich wird es fast zu einer Qual und das Raten hört nicht auf.
Zum anderen wird durchgehend im Präsens anstatt im Perfekt erzählt. So wird zwar noch mehr Spannung erzeugt, aber es braucht auch einige Zeit, sich daran zu gewöhnen.

Vieles habe ich jetzt schon genannt und könnte euch noch viel mehr erzählen, aber das würde wohl den Rahmen sprengen. Insgesamt ist 'Dunkles Universum - Sonnenfeuer' aber ein sehr gelungener Auftakt einer Science Fiction Serie, die nicht nur alteingesessene Fans des Genres begeistern dürfte, sondern auch für Neueinsteiger wie mich gut geeignet ist. Mit einer Prise Romantik, einem übermächtigen Gegenspieler und einer actionreichen Jagd durch den Weltraum dürfte für jeden etwas dabei sein. Ich kann euch diesen Roman nur ans Herz legen und ich bin schon ganz gespannt auf die Fortsetzung.


SciFi-Challenge:

☿  Merkur (Etwa im Jahr 2000 oder später veröffentlich worden)


Die Reihe im Überblick:

1. Dunkles Universum: Sonnenfeuer (orig.: Grimspace)
2. Dunkles Universum: Sternenglut (dt.: Mai 2012, orig.: Wanderlust)
3. Doubleblind
4. Killbox
5. Aftermath
6. Endgame (Sept. 2012)


Über die Autorin:

Ann Aguirre, geboren 1970, ist eine amerikanische Bestseller-Autorin mit einem Abschluss in Englischer Literatur. Bevor sie sich ganz der Schreiberei widmete, arbeitete sie als Clown, Buchhalterin, Synchronsprecherin und als Retterin von streunenden Kätzchen, wenn auch nicht zwangsläufig in dieser Reihenfolge. Sie schreibt vor allem Science-Fiction- und Fantasy-Romane und lebt mit ihrem Mann, Kindern, zwei Katzen und einem Hund in Mexiko. [Quelle]
Mehr erfahren könnt ihr hier.




Nachdem ich letztes Wochenende schon die Befürchtung hatte, mein Blog würde bald wieder zu kurz kommen, ist hier nun doch schon die nächste Rezension. Da ich im Moment arbeiten gehe, weiß ich nicht, wie viel Energie ich noch zum Lesen habe, da die Arbeit ziemlich auf die Augen geht. Aber es stehen noch zwei Rezensionen aus und eine Vorstellung meiner Neuzugänge. Für die nächste Woche sollte also gut vorgesorgt sein. Und von so vielen tollen Büchern, die ich hier habe, kann ich dauerhaft nicht die Finger lassen, Müdigkeit hin oder her.

Bis dahin,
eure Caro

Freitag, 3. Februar 2012

Isenhart

Autor: Holger Karsten Schmidt
Originaltitel: Isenhart
Verlag: KiWi
Preis: 19,99€
ISBN: 978-3-4620-4332-7
Seiten: 806


Seit "Isenhart" im September 2011 erschienen ist, war ich immer wieder kurz davor es zu kaufen, bis ich es letztendlich geschenkt bekommen habe. Aufgrund der hohen Erwartungen, die ich an den Roman hatte, war ich skeptisch, ob ich die 800 Seiten schaffen, oder vorher enttäuscht würde. Die Befürchtungen bewahrheiteten sich aber glücklicherweise nicht, denn 'Isenhart' ist eines der Bücher, die einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen haben.

Die Geschichte beginnt in der kleinen Hütte einer Hebamme, die grade einer Todgeburt beigewohnt hat. Dieses Kind ist Isenhart, der durch einen geheimnisvollen Mann wieder zum Leben erweckt und später von Walther von Ascisberg mit auf die Burg seines besten Freundes Sigimund von Laurin genommen wird. Isenhart wächst dort als Sohn des Schmiedes auf und lernt dessen Handwerk, bekommt auf von Ascisbergs Bitten hin jedoch auch eine schulische Ausbildung, die sonst den Adeligen vorbehalten ist. Isenhart erweist sich als neugierig und überaus intelligent, was nicht allen auf der Burg gefällt.
In seiner Teenagerzeit wird die Fürstentochter Anna von Laurin, in die Isenhart heimlich verliebt war, ermordet aufgefunden. Von dort an beginnt die Suche nach dem Mörder, die sich über viele Jahre seines Lebens erstrecken wird, denn Anna soll nicht das einzige Opfer bleiben.

Spannend von der ertsen bis zur letzten Seite erzählt Holger Karsten Schmidt die Geschichte des jungen Schmieds, der seiner Zeit geistig weit voraus ist. Wie ein roter Faden zieht sich die Suche nach dem Mörder Annas und weiterer jungen Mädchen durch den Roman, eingepackt in die Lebensgeschichte eines Mannes, dessen größter Schatz sein Wissen ist. Mit viel Erfindungsgeist und Neugier erfasst Isenhart Indizien, die ihn zum Kriminologen seiner Zeit machen: Todesursache, Haarfarbe des Täters oder Zeitpunkt des Todes kann er meist bestimmen. Trotz dieser modernen anmutenden Methoden bleibt die Handlung authentisch, da er sich dabei immer der Mittel und Wege seiner Zeit bedient. Doch nicht nur der kriminalistische Teil der Geschichte beeindruckt, sondern auch das Wissen, das der Autor in diesen Roman gepackt hat. Anatomie, Medizin, Philosophie und Astrologie sind nur einige der Bereiche, die immer wieder angeschnitten und deren führende Köpfe immer wieder zitiert werden.
Insgesamt habe ich die Geschichte, die immer wieder kleinere Spannungshochs erfährt, bis sie schließlich zum entscheidenden Showdown führt, mit ihren intelligenten Dialogen genossen und war auch bei Schilderungen des Alltags nie gelangweilt, sonndern immer freudig gespannt auf das, was kommt.

Auch für die Charaktere hat Holger Kartsten Schmidt ein Händchen. Ob Isenhart, Konrad von Laurin, Walther von Ascisberg oder Henning von der Braake, sie alle sind Figuren mit einer Vergangenheit und einer Zukunft, die während des Lesens wie Menschen aus Fleisch und Blut erscheinen. Sie machen Fehler, lernen dazu, sind manchmal stur, aber dabei immer menschlich - und das auf positive und negativer Art und Weise.

Nach dem ganzen Lob komme ich jetzt zu einem Punkt, der mir während des Lesens zunehmend ins Gedächtnis gerufen wurde: Rechtschreibung und Grammatik. Leider bin ich immer wieder über Fehler gestolpert, sei es nun die falsche grammatische Form, ein Tippfehler, ein fehlender Buchstabe oder gar ein ganzes Wort, was fehlte und den Satz ohne Sinn zurückließ. Die ersten Male habe ich noch drüber hinwegschauen, Fehler passieren schließlich, besonders in so einem dicken Buch. Allerdings bin ich so häufig drüber gestolpert, dass ich es hier erwähnen muss.

Alles in Allem ist 'Isenhart' aber ein absolut lesenswertes Buch, das ich jedem ans Herz legen kann, der mehr möchte, als eine Kriminalgeschichte im Mittelalter. Ein großartiges Werk, von dem ich jede Seite genossen habe.

Mittwoch, 1. Februar 2012

Monatsrückblick Januar

Ihr Lieben,
nachdem ich in den letzten Wochen des vergangenen Jahres eine ziemliche Leseflaute durchlebt habe, bin ich aber jetzt wieder voll da.

Beendet:
-

Gelesen:
Adrian, Lara - Der Kelch von Anavrin: Das Herz des Jägers (394 Seiten)
Schmidt, Holger Karsten - Isenhart (806 Seiten)
Meyer, Kai - Arkadien fällt (448 Seiten)

Gelesene Seiten: 1648

Angefangen:
Tolkien, J.R.R. - The Two Towers

SuB Januar: 27


Buch des Monats:
Die drei Bücher, die ich diesen Monat gelesen habe, haben mir alle sehr gut gefallen. Ganz klar heraus sticht aber "Isenhart" von Holger Karsten Schmidt. Es überzeugt durch großartige Charaktere, eine ausgefeilte Handlung und liebevolle Details. Ganz klar mein Favorit. Die Rezi folgt dann im Laufe der Woche.




 

Lesetechnisch hat mein Jahr also ganz gut begonnen und hoffentlich wird sich das auch in den nächsten Wochen und Monaten fortsetzen.

Bis dahin,
eure Caro

Sonntag, 29. Januar 2012

3 Sätze über...

"Arkadien fällt" von Kai Meyer

Autor: Kai Meyer
Originaltitel: Arkadien fällt
Verlag: Carlsen
Preis: 19,90€
ISBN: 978-3-5515-8203-4
Seiten: 448
 
Rosa und Alessandro wollen ihre Gefühle füreinander nicht länger verbergen. Doch ihre Liebe bringt die Clans der Gestaltwandler gegen sie auf. Nach einer wilden Jagd durch die Weiten Siziliens erkennt Rosa, wer wirklich hinter dem Komplott gegen sie steckt: Der Hungrige Mann, der Herrscher aller Dynastien, ist zurückge-kehrt - und die Welt der Arkadier wird niemals mehr sein wie zuvor ...



Mit "Arkadien fällt" bringt Kai Meyer die Arkadien-Reihe zu einem gelungenen Abschluss. Die Geschehnisse finden in diesem Teil ihren Höhepunkt und alle noch offenen Fragen werden beantwortet. Insgesamt fesselt das Buch von der ersten bis zur letzten Seite und überrascht immer wieder mit ungeahnten Wendungen. Für die gesamte Reihe wäre es aber wahrscheinlich besser gewesen, wenn einige der Antworten schon in "Arkadien brennt" gegeben worden wäre, da mir dies eher als "Brücke" zwischen dem ersten und dem dritten Teil erschien und die Handlung nur wenig voran gebracht hat.
Insgesamt sind aber alle drei Bücher äußerst empfehlenswert. 


Ein kleines Lebenszeichen von mir. Im Laufe der Woche gibts dann auch noch ne richtige Rezension =)

Mittwoch, 18. Januar 2012

Neu in meinem Regal

Ihr Lieben,

nach fast zwei Monaten präsentiere ich euch nun wieder meine Neuankömmlinge, nachdem ich nun endlich dran gedacht habe, meine Kamera mit zu nehmen. Viel ist zwar nicht hinzugekommen, aber ich habe ja auch nicht viel gelesen. Von daher ist das ganz gut so.


Isenhart von holger Karsten Schmidt...
stand ja schon länger auf meiner Wunschliste und nun habe ich es endlich. Meine Ma hat sich das tatsächlich gemerkt, als ich es ihr nebenbei beim shoppen gezeigt habe und es mir dann zum Geburtstag geschenkt. Natürlich musste ich es sofort anfangen...

Inhalt:
Im Namen des Herzens. Ein Serienmörder im hohen Mittelalter. Der junge Schmied Isenhart, der ihm als früher "Profiler" auf die Spur zu kommen versucht - und zugleich dem Geheimnis seiner eigenen Existenz. Ein umwerfend spannender Roman aus einer Zeit, in der der freie Geist mit Denkverboten rang - und die uns gar nicht so fern erscheint. Anno Domini 1171. Isenhart stirbt bei der Geburt. Und wird wieder zum Leben erweckt. Der wissbegierige Junge, der irgendwie anders ist, wächst als Sohn eines Schmieds auf der Burg Laurin bei Spira auf. Zusammen mit Konrad, dem Stammhalter des Hauses Laurin, erhält er Zugang zu einem ungeheuren Privileg: Bildung. Isenharts Welt bricht entzwei, als seine heimliche Liebschaft, die Fürstentochter Anna von Laurin, barbarisch ermordet - und ihr das Herz geraubt - wird. Der Mörder ist schnell gefasst und gerichtet. Isenhart widmet sich seinem großen Traum: dem Traum vom Fliegen. Und seiner Sehnsucht, zu verstehen, was die Welt im Innersten zusammenhält - dabei immer auf der Hut vor der katholischen Inquisition. Doch dann ereignet sich ein weiterer Mord nach identischem Muster. Isenhart und Konrad machen sich auf, den Serienmörder mit den forensischen Mitteln ihrer Zeit zu Strecke zu bringen. Die Jagd führt sie bis ins ferne Iberien, in den Basar des Wissens von Toledo, wo freie Geister aus Morgen- und Abendland sich austauschen. Dann findet Isenhart in einem dunklen Gewölbe nie gesehene anatomische Zeichnungen des menschlichen Herzens ... [Quelle]


Arkadien fällt von Kai Meyer...
möchte ich auch schon haben, seit es erschienen ist. Bin schon total gespannt, wie es mit Rosa und Alessandro weiter geht.

Inhalt:
Rosa und Alessandro wollen ihre Gefühle füreinander nicht länger verbergen. Doch ihre Liebe bringt die Clans der Gestaltwandler gegen sie auf. Nach einer wilden Jagd durch die Weiten Siziliens erkennt Rosa, wer wirklich hinter dem Komplott gegen sie steckt: Der Hungrige Mann, der Herrscher aller Dynastien, ist zurückgekehrt - und die Welt der Arkadier wird niemals mehr sein wie zuvor. [Quelle]



Der Eid der Kreuzritterin von Ricarda Jordan...
habe ich auf einem Wühltisch im Einkaufcenter zum halben Preis erstanden.

Inhalt:
Mainz und Köln, 1212. Zwei junge Frauen lehnen sich auf gegen ihre arrangierte Zukunft: Konstanze will nicht ins Kloster und Gisela nicht mit einem Ritter verheiratet werden, dem ein schrecklicher Ruf vorauseilt. Zur gleichen Zeit brechen im Orient zwei junge Männer auf: Armand wird vom Großkomtur der Tempelritter mit einem geheimen Auftrag nach Europa entsandt, und der Sultan von Alexandria schickt seinen Sohn Malik auf eine nur scheinbar harmlose Reise... Die Wege der zwei Frauen und der beiden Männer kreuzen sich. Ihr Schicksal ist untrennbar miteinander verknüpft. Ihre Welt gerät aus den Fugen. Und sie geraten in das Räderwerk einer unglaublichen Verschwörung, die im Vatikan ihren Ursprung zu haben scheint ... [Quelle]


Das Buch des Teufels von C.S. Sansom...
kommt vom gleichen Wühltisch. Wieder mal so ein Buch, wo der deutsche Titel keinerlei Beziehung zum Original hat...

Inhalt:
Shardlake findet die brutal zugerichtete Leiche seines Freundes Roger Elliard in einem Brunnen des Lincoln’s Inn. Shardlake ist zutiefst erschüttert und verspricht Rogers Witwe, den Mörder ihres Mannes zu finden. Wie sich schnell herausstellt, ist der Mord an Roger bereits der dritte in Folge und Erzbischof Cranmer schaltet sich in die Ermittlungen ein, die zur politisch brisanten Geheimsache erklärt werden. In Cranmers Auftrag machen Shardlake und sein Gehilfe Barak Jagd nach dem Serienmörder, der es offenbar auf abtrünnige Reformer abgesehen hat. Außerdem scheint das Buch der Offenbarung nach Johannes mit seinen apokalyptischen Prophezeiungen eine wichtige Rolle zu spielen und Shardlake fürchtet, dass es noch weitere Opfer geben wird... [Quelle]


Bei so vielen tollen Büchern weiß ich (neben den Altlasten) gar nicht, wo ich anfangen soll.Außerdem wollte ich sehr bald auch noch den nächsten Herr der Ringe Teil lesen, damit ich den letzten dann für die Wälzer-Challenge habe. Der zweite ist ja leider ein paar Seiten zu dünn, glaube ich...

Donnerstag, 12. Januar 2012

Der Kelch von Anavrin: Das Herz des Jägers von Lara Adrian

Autor: Lara Adrian/ Tina St. John
Originaltitel: The Heart of the Hunter
Verlag: Egmont Lyx
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3-8025-8519-7
Seiten: 394

Die Reihe: Der Kelch von Anavrin
1. Heart of the Hunder (Das Herz des Jägers; Nov. 2011)
2. Heart of the Flame (Das magische Siegel; Juni 2012)
3. Heart of the Dove
4. Heart of the Dragon
(auf englisch bereits komplett erschienen)

England, 1275: Die junge Lady Ariana of Clairmont will ihren Bruder Kenrick befreien. Dieser wurde entführt, weil er nach dem mächtigen Drachenkelch suchte, der seinem Besitzer unvorstellbare Kräfte verleiht. Als Ariana auf ihrem Weg nach Frankreich in Lebensgefahr gerät, rettet ihr der Verwegene Braedon le Chasseur das Leben und bietet ihr seine Hilfe an. Ariana ist fasziniert vin dem düsteren, schweigsamen Ritter. Doch kann sie ihm wirklich trauen, oder trachtet auch er nur nach der Macht des Kelchs?


Lang lang ist's her, dass ich das letzte Mal was von Lara Adrian gelesen habe, das letzte Buch von ihr habe ich sogar abgebrochen. Deshalb griff ich mit gemischten Gefühlen zu diesem Buch und hoffte, dass es sich lohnt, ihr nochmal eine Chance zu geben. 


Direkt zu Beginn gefindet sich Lady Ariana in einer brenzligen Situation, sodass der Leser einfach ins Geschehen hineingeschmissen wird. Einmal im Strom der Geschichte gefangen, gibt es so schnell kein entrinnen, denn eine Gefahr folgt der nächsten. 
Die zu Grunde liegende Idee des verschollenen Kelches gefällt mir sehr gut, da es sich von den üblichen Büchern Genres abhebt. Adrian hat so eine Parallelwelt zu unserer geschaffen, genannt Anavrin, in der es kein Schmerz und kein Leid gibt. Auf tragische Art und Weise kommt dann der mächtige Drachenkelch des Königreichs abhanden und zerspringt in der Menschenwelt in vier Teile, die sich in alle Himmelsrichtungen verteilen. Nun geht es darum, die vier Teile des Kelchs zu finden und ihn vor den falschen Händen zu bewahren.
Sehr spannend und sehr mitreißend wird hauptsächlich aus Arianas und Braedons Sicht erzählt, vereinzelt auch aus der einiger Nebencharaktere.
Anstatt eines großen Spannungsbogens gibt es viele kleinere, die einen immer wieder an die Seiten fesseln und schließlich zum dramatischen Höhepunkt führen.
Abgesehen von der zu Grunde liegenden Idee des Kelches gibt es aber nicht viel neues. Gut gegen Böse, beide Seiten sind verzweifel auf der Suche nach dem Schatz, der die Welt verändern könnte. Aber altbewährtes ist ja nicht unbedingt schlecht.
Insgesamt ein sehr schöner Storyverlauf mit kleinen Schwachstellen, die ich ohne zu spoilern aber nicht nennen kann und möchte.


Mit Ariana und Braedon hat Lara Adrian ein gutes Protagonistenteam geschaffen. Auf der einen Seite eigensinnig, willenstark und sehr zielgerichtet ist Ariana aber auch teilweise unsicher und naiv, was wohl aus ihrer sehr behüteten Kindheit resultiert. Im Laufe des Romans lernt sie aber, dass die Welt es nicht nur gut mit ihr meint und dass sie aufpassen muss, wem sie ihr Vertrauen schenkt. Sehr sympathisch besteht sie ihre Abenteuer und ist dabei keine Superheldin, die die Bösen in die Flucht schlägt, sondern eine Frau ihrer Zeit, die durchaus hilfsbedürftig in Sachen Kämpfen ist. Ihr Mut und ihre Entschlossenheit lassen sie aber nicht aufgeben.
So ist ihr mit Braedon le Chasseur, der Jäger, eine große Hilfe zur Seite gestellt. Er ist verschlossen, ernst und nicht stolz auf seine Vergangenheit, die er hinter sich zu lassen versucht. Zunächst möchte er mit Ariana und dem Kelch nicht zu tun haben, entschließt sich aber dann doch ihr zu helfen, selbst als sie sich im Streit von ihm abwendet. Anfangs mysteriös und nicht unbedingt vertrauenserweckend zeigt er im Verlaufe der Handlung doch, dass 'der Jäger' durchaus ein Herz hat und für seine Herzensdame sogar sein Leben geben würde.
Neben den beiden großartigen Hauptfiguren wirken die Nebencharaktere, insbesondere Kenrick und le Nantres, der Gegenspieler von Ariana und Braedon, sehr platt. Obwohl Kenrick später zu den beiden stößt, konnte ich keine Beziehung zu ihm aufbauen. Das ist sehr schade.

So, ich könnte jetzt noch viel mehr erzählen, von Gestaltwandlern, der Magie des Kelches und dem gelungenen Ende des Romans. Aber ich will ja nicht alles vorweg nehmen. 
Insgesamt ist "Der Kelch von Anavrin - Das Herz des Jägers" ein durchaus gelungener, unterhaltsamer Roman, der sich zwar durch die Idee, aber nicht unbedingt durch die Umsetzung von der breiten Masse abhebt. Wer magische Abenteuer mag und mal etwas anderes als Vampirromane lesen möchte, ist auf jeden Fall sehr gut damit beraten. Ein lesenswertes Abenteuerr, dass hoffentlich genauso gut weiter geht, wie es begonnen hat.

Mittwoch, 4. Januar 2012

Rezensionsexemplare

Ihr Lieben,

genauso wie ich beziehen viele von euch Rezensionsexepmlare von den Verlagen, einige lehnen es aber auch strikt ab. Im Juni 2011 bekam ich mein erstes und danach trudelten immer wieder welche bei mir ein. Drei "Altlasten" habe ich mit ins neue Jahr genommen, aber den Januar sollen sie nicht ungelesen überstehen. Nun handhabt ja jeder seinen SuB und somit auch seine Leseexemplare anders.
Bei mir sieht es so aus, dass ich noch nie mehr als drei auf einmal hier liegen hatte und mein Vorsatz ist es, dass es nicht über fünf werden. Das ist eine übersichtliche Anzahl, die sich gut abarbeiten lässt. Ein Gedanke, der mir nämlich gar nicht behagt ist der, dass sich die Exemplare über Monate ungelesen auf meinem SuB stapeln. In gewisserweise sehe ich mich nach Erhalt kostenloser Bücher in der Verantwortung, eine Gegenleistung zu erbringen. Der Deal ist sozusagen Buch gegen Rezension.
Ich bin immer froh, wenn ich so ein bisschen Geld sparen kann und deshalb versuche ich auch, diese Bücher relativ zeitnah zu lesen und meinen Leseplan danach auszurichten. Bisher hat das immer sehr gut geklappt. Wenn ich dann alle weggelesen habe, ist es immer noch früh genug, neue anzufragen.

Bei manchen stapeln sich die Rezensionsexemplare aber ziemlich hoch. Andere lehnen sie strikt ab, weil sie zum Beispiel ihren Blog nicht als Werbefläche sehen wollen.
Wie seht ihr das? Bezieht ihr Bücher von Verlagen und wenn ja, in welchen Mengen? Oder lehnt ihr es ab, Rezensionsexemplare zu bekommen und was sind die Gründe dafür?

Das ist ein Thema, über welches ich schon öfter nachdedacht habe und an dem sich die Geister scheiden. Deshalb bin ich besonders gespannt auf eure Meinung.

Eure Caro

Montag, 2. Januar 2012

Bücher neu oder gebraucht kaufen?

Hallo ihr Lieben,

zunächst einmal ein frohes neues Jahr euch allen!
Nach über einem Monat ohne Post melde ich mich aus der Versenkung zurück. Die letzten Wochen waren sehr ereignisreich sodass ich weder zum Bloggen noch zum Lesen gekommen bin. Ich habe tatsächlich kein einziges Buch im Dezember gelesen. Letzte Woche habe ich mich dann aber doch wieder aufraffen können und habe "schon" ein halbes Buch geschafft. Mein Ziel die drei "Altlasten" in Sachen Rezensionsexemplare bis zum Ferienende zu beenden werde ich wohl nicht erreichen, aber bis Ende Januar sind sie auf jeden Fall weggelesen.

Passend zum neuen Jahr halte ich nun Ausschau nach neuen Büchern. Meine Wunschliste ist lang, weshalb die Suche nach neuen Schätzen mich zu  booklooker, medimops und Co. führte. Meine Suche galt "Isenhart" von Holger Kasten Schmidt und "Arkadien fällt" von Kai Meyer. Da beide erst im September letzten Jahres erschienen sind, habe ich mir keine allzu großen Hoffnungen auf ein Schnäppchen gemacht. Und tatsächlich: unter 14 € inklusive Versandkosten sind beide nicht zu haben.
Und dort setzt nun die eigentliche Frage dieses Posts ein: Ab wie viel Euro Ersparnis schlagt ihr bei gebrauchten Büchern zu? Spart ihr lieber 5€ oder sagt ihr euch: 'Lieber 5€ mehr ausgeben und ein neues Buch in den Händen halten'?
Ich bin da ziemlich unentschlossen. Einerseits könnte ich mir von dem Ersparten beider Bücher zusammen noch ein TB kaufen, aber andererseits hätte ich die Bücher für einen kleinen Aufpreis neu.
Mit diesen Gedanken im Hinterkopf habe ich weiter gestöbert und bin irgendwann bei ebay gelandet denn: Warum nicht einfach Bücher ersteigern? Seit einigen Wochen habe ich dort einen Account und habe schon mehreres gekauft. Habt ihr Erfahrung mit dem Ersteigern von Büchern? Oder haltet ihr euch lieber an medimops und Co? Ich werde es auf jeden Fall demnächst mal versuchen.

Für mich wird es aber heute erstmal keine neuen Bücher geben. Zunächst werde ich meinen Geburtstag am Mittwoch abwarten (auch wenn ich wohl mal wieder keine Bücher bekommen werde) und dann ein paar neue Schätze kaufen.

Bis dahin,
eure Caro