Mittwoch, 12. Oktober 2011

Der Titel-Brei...

... wird euch wohl auch schon aufgefallen sein, wenn ihr mehr als eine halbe Minute auf die Fantasy-Regale der Buchhandlungen geschaut habt. Geliebte, Küsse, Gefangene, Gefährtin oder Blutrot sind beliebig kombinierbar mit Nacht, Dunkelheit, Verlangen oder Zwielicht. Dabei kommen dann Sachen raus wie: 'Gesandte des Zwielichts' (Lara Adrian), 'Verführung der Nacht' (Jeanne C. Stein), 'Dunkle Sehnsucht' (Jeaniene Frost) oder 'Blutrote Küsse' (Jeaniene Frost), um nur mal einige zu nennen, die mir spontan ins Auge fallen. Im Original haben sie dann Namen wie: 'Ashes of Midnight', 'The Becoming', 'This Side of the Grave' oder 'Halfway to Grave'.
Dabei fragt man sich dann als Leser oft, ob derjenige, der den Titel wählt, das Buch überhaupt selbst gelesen hat. Den in einigen Kandidaten geht es weder um Verlangen, Sehnsucht oder Küsse. Aber anscheinend zählt auch hier das Motto: Sex sells. Oder wie darf ich die erotisch angehauchten Titel sonst verstehen?
Ich finde es sehr schade, dass Romane so 'verunstaltet' werden, denn ich wage zu behaupten, dass aufgrund der Titel einige potentielle Käufer des Genres die Finger davon lassen. Jedenfalls geht es mir so. Denn wer ahnt denn bitte, das hinter 'Verführung der Nacht' eine spannende, temporeiche Jagd nach Bösewichten steckt? Ich jedenfalls nicht.
Wie bei vielen von euch schon berichtet sind auch die Cover nicht sehr hilfreich bei der Wahl der nächsten Lektüre. Die Regale quillen über von (Frauen-) Gesichtern und halbnackten Männern, die verschieden eingefärbt sind: mal rot, mal braun, mal blau.

Inzwischen erkundige ich mich deshalb lieber bei amazon nach neuen Büchern. Auf englisch. Auch diese Cover weisen Parallelen auf, das will ich gar nicht abstreiten. Aber immerhin habe ich dabei nicht das Gefühl, sie schon dreimal im Regal stehen zu haben.

Eure Caro

Kommentare:

  1. Dasselbe denke ich auch immer wieder, allerdings nicht bei Paranormal Romances, sondern bei Historicals. *seufz* Da werden auch immer wieder die gleichen Wörter zu extrem peinlichen Titeln kombiniert und so jeder mögliche neue Fan verscheucht. Die hässlichen Cover tun dann ihr übrigstes! Dies ist auch ein Grund wieso ich diese Bücher lieber im Original lese, Titel und Cover sind fast immer besser. ^^

    Ich glaube viele Liebegeschichten-Genres haben damit ein Problem. Viele deutsche Contemporarys haben auch hässliche Cover und ziemlich merkwürdige Titel bei denen man nur den Kopf schütteln kann. ._.

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  2. Du hast leider vollkommen recht. Ich kann teilweise nur den Kopf schütteln wenn ich sehe was mit den englischen Titeln im deutschen angestellt wird. Zumal ich das wirklich überhaupt nicht verstehen kann, was ist so schwierig daran einen Titel richtig zu übersetzen oder wenigstens einen zu suchen der zum Thema passt? Auch beim Cover hat man sehr oft das Gefühl das derjenige der dafür verantwortlich ist, das Buch überhaupt nicht gelesen hat, sondern lediglich den Klappentext mal überflogen hat - wenn überhaupt!

    Früher mochte ich englische Cover überhaupt nicht. Was größtenteils an so Reihen wie Lord of the Underworld und Shadowellers lag. Deren Cover sind ja nun nicht gerade kreativ und unterscheiden sich auch nicht groß von den deutschen Covern. Seit ich mich jetzt allerdings etwas intensiver mit englischen Bücher beschäftige, sind mir schon so viele tolle Cover begegnet das ich gar nicht weiß was ich zuerst kaufen soll ;)

    Im englischen gibts aufjedenfall viel mehr verschiedenes, es sieht nicht alles gleich aus.

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  3. Alles unterschrieben. Ich kaufe zwar, seit Längerem, in erster Linie, weil mir der Inhalt gefällt / er mich anspricht, aber das Cover und der Titel gehören einfach dazu. Der erste Eindruck sozusagen.
    Anfangs fand ich die Cover ja noch ganz schön. Zugegeben, da hab ich auch weniger gelesen und hatte dann eher Fantasy-Cover à la Salvatore etc. vor Augen. Das ist dann schon eine Abwechslung. Aber mittlerweile... Andererseits gefallen mir viele englische Cover auch nicht. :-/
    Bei "Blutrote Küsse" - ha ha - war es tatsächlich so: Ich hab mich ewig nicht an das Buch getraut, weil mich Cover (ich mag kein rot) und der Titel so abgeschreckt haben, dass ich's lieber links liegen lassen habe. Zum Glück konnt ich mich dann doch noch 'überwinden', denn Cats und Bones Geschichte möchte ich nicht missen.

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  4. @ Lucina: in Historicals bin ich nicht so bewandert, aber jetzt wo du's sagst, muss ich dir zustimmen. Bisher haben mich da eher die Cover abgeschreckt. Die sehen so nach verzweifelter Hausfrau aus...

    @ Anorielt: Wegen dieser Vielfältigkeit an Covern mag ich die Englischen Bücher auch sehr gerne. Und sie sind günstiger =)

    @ Ami Li Misaki: Zu Anfang mochte ich die Cover auch noch und auch die Titel waren ok. Aber irgendwann wurde es dann zuviel. Cat und Bones find ich auch super, lese "Blutrote Küsse" grade zum 2 Mal =)

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  5. Die Titel triefen für mich immer nur so vor Schmalz, gut, Fantasy ist aber auch nicht mein Genre. Da bevorzuge ich andere Bücher

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