Sonntag, 16. Oktober 2011

Artemis Fowl von Eoin Colfer

Autor: Eoin Colfer
Originaltitel: Artemis Fowl
Verlag: List
Preis: 7,95€
ISBN: 978-3-548-60320-9
Seiten: 239

Artemis Fowl, der jüngste Spross einer alten irischen Gangsterdynastie, möchte mit einem unglaublichen Plan den finanziellen Ruin seiner Familie aufhalten. Mit Hilfe des in seinen Besitz gelangten Buchs der Elfen deckt er ein Geheimnis auf, von dem bisher kein Mensch etwas ahnte. Tief unter der Erde hütet das Elfen-Volk einen legendären Goldschatz. Artemis ist zwar erst zwölf, aber hochbegabt und mit Hilfe seines schlagkräftigen Butlers macht er sicha uf, das Gold zu rauben...


Lange stehen die ersten drei Bände dieser Buchreihe schon unangetastet in meinem Regal. Als Kind habe ich mal in das Hörbuch reingehört und war nicht allzu mitgerissen. Auch jetzt konnte mich die Geschichte von Artemis nicht von Hocker hauen. Die Handlung an sich ist gar nicht mal so schlecht und zeugt von viel Fantasie: die unterirdische Welt der Elfen, Kobolde, Zwerge und Co., deren Gesellschaft und die technischen Mittel bilden eine solide Grundlage für allerlei Probleme und Gefahren. Immer wieder hat Colfer im Verlauf der Geschichte spannende Momente und Überraschungen eingebaut. Trotzdem hat sich die Geschichte sehr gezogen und ich war froh, als ich die letzte Seite geschafft hatte.
Mit den Charakteren wurde ich leider nicht warm. Artemis ist ein herzloser, berechnender kleiner Junge, der nur auf seinen eigenen Vorteil aus ist. Ob es realistisch ist, dass ein zwölf-Jähriger Entführungen und Raubzüge durchführt, lasse ich mal dahingestellt sein.
Auch die Elfe Holly, ein Opfer Artemis', wollte mir nicht zugänglich werden, obwohl man das ein oder andere über die erfährt. Insgesamt bleibt eine - für mich - unüberwindbare Distanz zwischen Leser und Figuren.
Sprachlich ist der Roman aber durchaus ansprechend, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene.

Insgesamt ist "Artemis Fowl" ein ganz nettes Buch, was wohl - zurecht - viele Fans hat. Mir hat es aber nicht zugesagt. Während des Lesens kam leider immer wieder ein Gefühl der Desinteresse, um nicht zu sagen Langeweile, auf.

1 Kommentar:

  1. Hm, mir ging es mit Artemis Fowl anders als dir. Ich habe die ersten Bücher geliebt, als ich sie damals gelesen habe. Meiner Meinung nach beginnen sie erst ab dem vierten Band abzubauen. Den neusten Teil habe ich bislang noch nicht einmal gelesen. Aber naja, jeder hat ja seine ganz individuellen Vorlieben. Tolle Rezension.

    LG Rekymanto

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