Freitag, 9. September 2011

Rezension zu "Jägermond - Im Reich der Katzenkönigin" von Andrea Schacht

Autor: Andrea Schacht 
Originaltitel: /
Verlag: Penhaligon
Preis: 14,99€
ISBN: 978-3764530723













Bastet Merit, die Königin des Katzenreichs Trefélin, besucht unsere Welt, um von ihrer sterbenden Menschenfreundin Gesa Abschied zu nehmen. Doch bei dem Besuch kommt es zur Katastrophe. Bastet verliert ihr magisches Ankh und ist nicht nur in unserer Welt gefangen, sondern auch im Körper einer wehrlosen Hauskatze. Ihre einzige Chance ist der Ohrring, den sie einst Gesa schenkte und der über die gleichen Fähigkeiten verfügt wie das Ankh. Aber Gesa hat den Talisman ihrer Enkelin Feli hinterlassen – und es nicht mehr geschafft, die junge Frau auf ihr Erbe vorzubereiten.

Feli ahnt nicht, was auf sie zukommt. Bis drei ziemlich unerfahrene Kater in Menschengestalt auf der Suche nach ihrer Königin unvermittelt bei ihr auftauchen. Außerdem ist Finn, der Bruder von Felis bester Freundin, ebenfalls in die Sache verwickelt. Und obendrein ist er auch noch in sie verliebt! Als ob Feli nicht schon genug eigene Probleme hätte ... [Quelle: amazon.de]

Denn die hat sie wirklich: ein Herzproblem, welches keines ist, Eltern, die sie deshalb in Watte wickeln, aber oft auf Forschungsreise sind, ihre verstorbene Großmutter, bei der sie gelebt hat und ihre wandernde Tante Iris, die sie nun bei sich aufnimmt.
Und so nimmt die Handlung ihren Lauf. Anfangs fiel es mir schwer, einen Zugang zu den Charakteren und der Geschichte zu finden und habe mich durch die ersten Seiten geschleppt. Interessant wurde es erst, als Nefer und seine drei jungen Begleiter bei Finn und Felina auftauchen. Ab da hat mir der Roman sehr gut gefallen und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, ganz besonders währen der letzten 150 Seiten. Andrea Schacht hat eine tolle Welt geschaffen, die voller Geheimnissen, Gefahren und möglichen Abenteuern steckt. Leider muss ich aber sagen, dass die Feli und ihre Freunde die Lösungen für ihre Probleme ein bisschen zu leicht zugefallen sind. Natürlich gab es einige Kämpfe, aus denen sie als Verlierer raus gingen, aber es war nicht so, dass sie auf der falschen Färte gewesen sind. So barg die Geschichte keine großen Überraschungen. Nur Majästet - oder Bastet Merit, wie sie eigentlich heißt - wurde vor einige knifflige Aufgaben gestellt und konnte diese nur mit Hilfe eines alten Freundes lösen.

Die Hauptpersonen sind alle durchweg sympathisch und machen alle im Laufe der Geschichte eine Veränderung durch, wachsen an ihren Aufgaben und gewinnen an Persönlichkeit. Ganz besonders Finn hat sich gut geschlagen und wurde von einem faulen, unsicheren Weichei zu einem selbsständigen jungen Mann, der weiß was er will. Aber auch Feli hat sich gewandelt, hat erkannt, was ihr im Leben wichtig ist und dass sie keineswegs so labil ist, wie ihre Eltern ihr immer eingeredet haben.
Besonders ans Herz gewachsen ist mir aber Che-Nupet mit ihrer liebevollen, dümmlichen Art, hinter der sich mehr verbirgt, als man zunächst annimmt. Ihre Art zu sprechen, ihre Liebe fürs in der Sonne Faulenzen, oder Bauchlüften, wie sie es nennt, und ihre Versuche, Schmetterlinge an zu locken haben mich zwar erst verwirrt, aber dann neugierig gemacht, was sich wirklich dahinter verbirgt und wer diese geheimnissvolle Katze wirklich ist.

Sprachlich konnte mich der Roman leider nicht überzeugen. Andrea Schacht schreibt zwar sehr locker und bildhaft, aber durch die eher gesprochene Sprache haben sich viele merkwürdige Formulierungen eingeschlichen, über die ich immer wieder gestolpert bin und die meinen Lesefluss unterbrochen haben. Außerdem hat sie zum Schluss immer wieder die Namen Nefer und Finn vertauscht, was zu verwirrung führte.

Cover und Innengestaltung des Buches gefallen mir sehr gut. Zwar fand ich das Cover mit dem blau-goldenen Katzenkopf zunächst ziemlich kitschig, aber inzwischen gefällt es mir richtig gut. Ein Pluspunkt ist auch, dass das Katzengesicht und das darunter abgebildete Steingrab, oder Dolmen, wie es im Buch genannt wird, sich auf den Inhalt beziehen. Im Buch gibt es eine aufklappbare Karte, die Trefélin darstellt, das Land der Katzen in Form einer Katze. Eine sehr schöne Idee.




Insgesamt ist "Jägermond - Im Reich der Katzenkönigin" ein sehr schöner Roman, an dem Jung und Alt Spaß haben können. Er besticht durch eine tolle Welt, liebevoll gestaltete, echt wirkende Charaktere und eine Entwicklung, die viel mehr beinhaltet als ein Abenteuer ein paar Jugendlicher. Außerdem lassen einige Anspielungen am Ende des Buches die Hoffnung auf eine Fortsetzung aufkeimen. Ich werde auf jeden Fall ein Auge darauf behalten. 
Für Handlung und Figuren kann ich ohne zu zögern 4 Punkte vergeben, muss aber wegen der Sprache leider noch einen halben abziehen. Das macht also 3,5 Punkte, Tendenz nach oben.


An dieser Stelle möchte ich mich noch ganz herlich beim Penhaligon Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken! 



Ihr Lieben, der Herbst bricht langsam, aber sicher über uns hinein, es regnet und die Temperaturen sinken. Ich denke, da wird es bald Zeit für ein neues Gewand. Mein jetziges Design scheint mir inzwischen ein bisschen zu grün. Da muss ich wohl was dran ändern.

Eure Caro

Kommentare:

  1. Hi,
    das Buch klingt ja interessant. Das die Sprache nicht so schön ist ist dann ja sehr schade. Mir persönlich ist eine tolle Ausdrucksweise sogar wichtiger als ein perfekt ausgearbeiteter Plot.

    LG Rekymanto

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  2. Schöne Rezension- stand erst neulich im Buchladen davor :) Aber ich weiß nicht, so ganz will mir das Cover nicht gefallen XD

    Wobei ich Katzen liebe!!! :)

    LG
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  3. @ Rekymanto: Naja, es muss schon beides stimmen. Ein Buch in noch so schönen Worten gekleidet sein, wenn der Plot schlecht ist, möchte ich s trotzdem nicht lesen. Aber ich muss dir zustimmen: Ausdrucksweise ist mir ebenfalls sehr wichtig.

    @ Ayanea: Lass dich vom Cover nicht abschrecken, die Geschichte ist wirklich gut =D

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