Donnerstag, 22. September 2011

"Der ungeschminkte Tod" von Vanda Symon

Autor: Vanda Symon
Originaltitel: The Ringmaster 
Verlag: Blanvalet 
Preis: 7,95€
ISBN: 978-3-442-37203-4

Die junge Polizistin Sam Shepard steckt mitten in ihrer Ausbildung, als im botanischen Garten der Stadt Dunedin eine junge Studentin bestialisch ermordet wird – der jüngste einer Reihe ungeklärter Morde. Wie gerne würde Sam in diesem spannenden Fall ermitteln! Stattdessen wird sie verdonnert, den in der Stadt gastierenden Zirkus unter die Lupe zu nehmen, der Zielscheibe radikaler Tierschützer ist. Schnell wird ihr klar, dass es eine tödliche Verbindung zwischen den beiden Fällen gibt. Steckt der zwielichtige Zirkusdirektor hinter den Taten oder jemand, der ihr viel näher ist, als ihr lieb sein kann? Jetzt muss Sam handeln, oder sie wird zum nächsten Opfer des blutrünstigen Killers...

Nach den letzten Thrillern, die ich mir zu Gemüte geführt habe, bin ich wohl mit zu hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, denn mit MacFadyen oder Beckett kann "Der ungeschminkte Tod" bei weitem nicht mithalten. Nach dem Leichenfund plätschert die Handlung so vor sich hin. Neben Sams Problemem mit ihrem Chef und ihrer Unzufriedenheit werden viele Seiten mit belanglosen Gesprächen, Kaffeklatschs und so weiter gefüllt. Als ich das Buch dann wieder zur Seite legte, hatte ich fast die Hälfte durch und es war immer noch nichts passiert. Dann fügen sich plötzlich alle Puzzleteile zusammen und der Fall löst sich wie von selbst. Zumindest dann wird es ein bisschen spannender, aber auch das kann das Ruder nicht mehr rumreißen.


Die Charaktere - nunja, ich weiß nicht genau, was ich von ihnen halten soll. Sie spielen zwar ihre Rolle, aber während des Lesens konnte ich keine tiefere Bindung zu ihnen aufbauen, sie bleiben nur vage Vorstellungen. Sam ist zwar durchaus ein sympathischer Charakter und ihre Gefühle und Probleme sind immer wieder Thema, trotzdem konnte ich mich nicht richtig in sie hineinversetzen, da half auch der Ich-Erzähler nicht.


Das Cover ist meiner Meinung nach sehr nichtssagend. Es zeigt einen See oder das Meer mit einigen Bergen im Hintergrund, die die Landschaft Neuseelands darstellen könnten. Das ganze ist lila gefärbt. Sieht zwar ganz nett aus, hat aber keinen tieferen Bezug zum Inhalt, lediglich zum Handlungsort.


Insgesamt muss ich sagen, dass "Der ungeschminkte Tod" die Bezeichnung Thriller nicht verdient hat. Ich war noch nicht mal ein bisschen "thrilled". Dieses beklemmende Gefühl, dass ein Thriller normalerweise in mir hervorruft, kam noch nichtmal ansatzweise auf. Sehr schade. Zum Glück musste ich nicht den vollen Preis zahlen, sondern habe es als Mängelexemplar erworben.





Tja, mit dem Buch war ich jetzt doch schneller fertig, als erwartet. Dann kann ich ja morgen guten Gewissens mit "Affinity Bridge" anfangen. Da freue ich mich jetzt schon drauf =)

Erstmal wünsche ich euch aber eine gute Nacht,
eure Caro

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