Dienstag, 27. September 2011

Neu in meinem Regal

Hallo ihr Lieben,
ganz spontan ist heute mal wieder ein neues Buch bei mir eingezogen. Als ich in Thalia reinging, war ich noch der festen Überzeugung, ohne ein Buch wieder rauszugehen. Dann ist mir aber "Solaris" von Stanislaw Lem ins Auge gesprungen und es eignet sich ganz hervorragend für meinen Sorgenplanet Pluto (Randerscheinungen: nicht deutsch, nicht englisch oder experimentell oder schräg/lustig/bizarr) bei der Sci-Fi-Challenge. Also ist es mitgewandert. Wahrscheinlich würde es auch zu Klassikern der Sci-Fi passen, aber da finde ich bestimmt noch mehr. Nun aber zum Buch:

Inhalt: Der Planet Solaris ist von einem Ozean bedeckt - einem Ozean, der auf die physikalischen Verhältnisse ebenso Einfluß zu nehmen scheint wie auf die Wissenschaftler, die ihn von der Raumstation aus untersuchen sollen. Der Psychologe Kris Kelvin wird geschickt, um die seltsamen Vorkommnisse zu klären, aber was ihn erwartet, übersteigt jegliche Vorstellungskraft. [Quelle: amazon.de]











Ich finde, es klingt sehr gut und bis schon gespannt darauf, es zu lesen. Wahrscheinlich werde ich es nach "Affinity Bridge" einschieben oder so. Damit bin ich spätestens am Donnerstag durch und ich will jetzt schon nicht, dass es zuende geht, weil ich es so toll finde. Den Vorsatz der SuB-Verkleinerung habe ich vorerst wohl erfolgreich verdrängt.
Hat einer von euch "Solaris" schon gelesen? Und wenn ja: wie fandet ihr es?

So, ich muss mich jetzt gleich auf den Weg machen, um mich weiter mit Buchführung herumzuschlagen. Besonders spannend fand ich es bisher noch nicht...

Eure Caro

Donnerstag, 22. September 2011

"Der ungeschminkte Tod" von Vanda Symon

Autor: Vanda Symon
Originaltitel: The Ringmaster 
Verlag: Blanvalet 
Preis: 7,95€
ISBN: 978-3-442-37203-4

Die junge Polizistin Sam Shepard steckt mitten in ihrer Ausbildung, als im botanischen Garten der Stadt Dunedin eine junge Studentin bestialisch ermordet wird – der jüngste einer Reihe ungeklärter Morde. Wie gerne würde Sam in diesem spannenden Fall ermitteln! Stattdessen wird sie verdonnert, den in der Stadt gastierenden Zirkus unter die Lupe zu nehmen, der Zielscheibe radikaler Tierschützer ist. Schnell wird ihr klar, dass es eine tödliche Verbindung zwischen den beiden Fällen gibt. Steckt der zwielichtige Zirkusdirektor hinter den Taten oder jemand, der ihr viel näher ist, als ihr lieb sein kann? Jetzt muss Sam handeln, oder sie wird zum nächsten Opfer des blutrünstigen Killers...

Nach den letzten Thrillern, die ich mir zu Gemüte geführt habe, bin ich wohl mit zu hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, denn mit MacFadyen oder Beckett kann "Der ungeschminkte Tod" bei weitem nicht mithalten. Nach dem Leichenfund plätschert die Handlung so vor sich hin. Neben Sams Problemem mit ihrem Chef und ihrer Unzufriedenheit werden viele Seiten mit belanglosen Gesprächen, Kaffeklatschs und so weiter gefüllt. Als ich das Buch dann wieder zur Seite legte, hatte ich fast die Hälfte durch und es war immer noch nichts passiert. Dann fügen sich plötzlich alle Puzzleteile zusammen und der Fall löst sich wie von selbst. Zumindest dann wird es ein bisschen spannender, aber auch das kann das Ruder nicht mehr rumreißen.


Die Charaktere - nunja, ich weiß nicht genau, was ich von ihnen halten soll. Sie spielen zwar ihre Rolle, aber während des Lesens konnte ich keine tiefere Bindung zu ihnen aufbauen, sie bleiben nur vage Vorstellungen. Sam ist zwar durchaus ein sympathischer Charakter und ihre Gefühle und Probleme sind immer wieder Thema, trotzdem konnte ich mich nicht richtig in sie hineinversetzen, da half auch der Ich-Erzähler nicht.


Das Cover ist meiner Meinung nach sehr nichtssagend. Es zeigt einen See oder das Meer mit einigen Bergen im Hintergrund, die die Landschaft Neuseelands darstellen könnten. Das ganze ist lila gefärbt. Sieht zwar ganz nett aus, hat aber keinen tieferen Bezug zum Inhalt, lediglich zum Handlungsort.


Insgesamt muss ich sagen, dass "Der ungeschminkte Tod" die Bezeichnung Thriller nicht verdient hat. Ich war noch nicht mal ein bisschen "thrilled". Dieses beklemmende Gefühl, dass ein Thriller normalerweise in mir hervorruft, kam noch nichtmal ansatzweise auf. Sehr schade. Zum Glück musste ich nicht den vollen Preis zahlen, sondern habe es als Mängelexemplar erworben.





Tja, mit dem Buch war ich jetzt doch schneller fertig, als erwartet. Dann kann ich ja morgen guten Gewissens mit "Affinity Bridge" anfangen. Da freue ich mich jetzt schon drauf =)

Erstmal wünsche ich euch aber eine gute Nacht,
eure Caro

"Blood Cross" von Faith Hunter


"'Do you give us all nicknames?' 
When I shrugged again, the tiniest bit, he said, 'What's mine?'
I looked him over, feeling mildly self-conscious.
'No. Really, what's mine?' I sighed. 'WWF'
After a moment he said, 'World Wrestling Federation?' 
I nodded and he laughed, the tone appreciating. [...] 'WWF. I like.'" 
- Faith Hunter, Blood Cross, p.32

Autor: Faith Hunter
Originaltitel: Blood Cross
Verlag: ROC Fantasy
Preis: 5,10€ (bei amazon.de)
ISBN: 978-0-451-46307-4

The vampire council has hired skinwalker Jane Yellowrock to hunt and kill one of their own who has broken sacred ancient rules-but Jane quickly realizes that in a community that is thousands of years old, loyalties run deep.
With the help of her witch best friend and local vigilantes, Jane finds herself caught between  bitter rivalries - and closer than ever to the secret origin of the entire vampire race. But in a city of old grudges and dark magic, Jane will have to fight to protect both sides, even if no one will protect her.


Auch der zweite Band der Serie um Vamirjägerin und Skinwalker Jane Yellowrock hat mich begeistert und ich ärgere mich, dass ich mir den nächsten Teil nicht gleich mitbestellt habe. Faith Hunter hat es wieder geschafft, mich von der ertsen bis zur letzten Seite zu fesseln und mitfiebern zu lassen. Janes neuer Auftrag ist nämlich nicht so leicht, wie er zunächst erscheint: den Vampir zu töten, der junge Rouges auf die Stadt loslässt. Jedoch ist dieser unwerwatet mächtig und zudem selbst dem Blutmeister der Stadt, Leonard Pelissier, volkommen unbekannt. Hinzukommen Clan-Streitigkeiten unter den Vampiren, Janes Problem mit Leo und ihre unklaren Beziehungen zu Bruiser und Rick. All dies strickt Hunter zu einer abwechslungsreichen, spannenden Handlung zusammen, die es einem unmöglich macht, das Buch aus der Hand zu legen.

Die Charaktere in "Blood Cross" sind größtenteils aus seinem Vorgänger bekannt, auch wenn einige nun deutlicher in den Vordergrund treten. Gut gefallen hat mir, dass Jane mehr mit den anderen Figuren interagiert und nicht alles auf eigene Faust macht, denn dadurch lernt man auch die anderen Charaktere besser kennen. Gestört hat mich aber ihr Verhalten. Sie ist sehr weinerlich und weich geworden. Zwar ist verständlich, dass die Geschehnisse ihr sehr nahe gehen, aber dass sie bei jeder Kleinigkeit zu weinen anfängt, stimmt nicht mit meinem Bild von ihr aus "Skinwalker" überein. Schade fand ich auch, dass Beast sehr in den Hintergrund gerückt ist, erst nach über 100 Seiten trat sie endlich zum Vorschein. Dabei mag ich sie doch so.
 "More-than-five vampire. More-than-five to kill. Kill the now?
No, Jane said. Too many even for Big Cat. Shift. Get my gear."
- Faith Hunter, Blood Cross, p.296
Sprachlich fand ich "Blood Cross" genauso klasse wie "Skinwalker". Die Beschreibungen der Sinneseindrücke, insbesondere der Düfte, geben der Geschichte nochmal eine besondere Note, die einen auch nach dem Lesen noch verfolgt.

Sehr gerne mag ich auch das englische Cover. Es stellt Jane, ihre Harley und einen Handlungsort des Romans dar. An sich trifft es zwar nicht 100%ig meinen Geschmack, aber ich mag es, wenn sich das Cover auf den Inhalt bezieht. Und besser als das deutsche ist es allemale.

Insgesamt hat mir "Blood Cross" von Faith Hunter unglaublich gut gefallen. Die Handlung ist durchweg spannend, mit unerwarteten Wendungen und interessanten Ideen, die Figuren sind liebevoll gestaltet und schleichen sich nach und nach in das Herz des Lesers und die Sprache lässt einen in die Welt New Orleans eintauchen. Zwar kann nicht ganz mit seinem Vorgänger mithalten, ist aber durchaus sehr lesenswert.



Die Reihe im Überblick:
1. Skinwalker (Skinwalker - Feindesland)
2. Blood Cross (Skinwalker - Fluch des Blutes, März 2012)
3. Mercy Blade
4. Raven Cursed (Januar 2012)






Entgegen meines guten Vorstatzes erst meine angefangenen Bücher zu beenden kommt hier nun doch schon die Rezension zu "Blood Cross". Ich konnte mich einfach nicht zurückhalten. Am liebsten würd ich auch sofort den nächsten Teil lesen, bei der nächsten Bestellung ist er auf jeden Fall mit dabei =) "Raven Cursed" erscheint ja leider erst im Januar, einen Tag vor meinem Geburtstag. Die Rezi ist ein bisschen kürzer geraten als normal, aber ich wollte nicht zu viel aus dem ersten Band vorweg nehmen.
Naja, als nächstes ist dann entweder "Der ungeschminkte Tod" oder "Artemis Fowl" dran, für "Emma" brauche ich noch ein bisschen.

Eure Caro

Neu in meinem Regal

Volllkommen ahnungslos öffnete ich dem Postboten vorhin die Tür und nahm ihm das Päckchen ab, in der Hoffnung es sei mein Internetstick. Umso größer war dann die Freude, dass es sich um ein Buch handelt. Ich liebe solche Überraschungen! Da ich vom Piperverlag auf meine Anfrage keine Antwort erhalten habe, habe ich auch nicht mit einem Buch gerechnet =)



"Affinity Bridge" von Geaorge Mann

Inhalt: In einem Königreich, in dem Tote wandeln, Luftschiffe brennen und geisterhafte Polizisten sich der Kunst des Mordens widmen, können nur zwei Menschen das Empire retten: der Ermittler Sir Maurice Newbury und seine schlagfertige Assistentin Veronica Hobbes.

Klingt in meinen Ohren sehr vielversprechend und nach einer interessanten Mischung. Außerdem mag ich das Cover sehr.

Vielen Dank an Piper für das Rezensionsexemplar!


Nachher gibt's dann noch die Rezi zu "Blood Cross" von Faith Hunter. Eigentlich wollte ich sie ja gestern schon online stellen, aber nach einem weiteren Tag voll mit IKEA-Anleitungen und Einrichtungsideen war ich doch ziemlich fertig.

Eure Caro

Samstag, 17. September 2011

Neu in meinem Regal...

Der letzte "Neu in meinem Regal" Post ist ja schon ein bisschen länger her, aber seitdem ist mein SuB ein bisschen gewachsen. Auf dem Foto seht ihr den Teil meiner neuen Schätze, der noch nicht in meiner Wohnung gelandet ist:



"Die Chemie des Todes" und Kalte Asche" von Simon Beckett

habe ich mir als Hörbuch von einer Freundin geliehen. Sind ebenfalls gehört und rezensiert.


"Skinwalker - Feindesland" von Faith Hunter

Inhalt: Jane Yellowrock ist ein Skinwalker. Sie kann ihre Gestalt ändern und sich in jedes beliebige Geschöpf verwandeln - eine Fähigkeit, die ihr in ihrem Job als Vampirjägerin äußerst nützlich ist. Jane wird von der Vampirin Katherine Fontaneau angeheuert, die in New Orleans ein Bordell betreibt. Sie soll einen mächtigen Blutsauger jagen, der gegen die Gesetze der Unsterblichen verstoßen hat und Vampire und Menschen tötet. In New Orleans begegnet Jane dem attraktiven Biker Rick LaFleur, der eine merkwürdige Anziehungskraft auf sie ausübt. Doch Rick scheint seine eigenen, undurchsichtigen Ziele zu verfolgen. [Quelle: amazon.de]

Erreichte mich als Rezensionsexemplar und ist auch schon gelesen und rezensiert.


"Blood Cross" von Faith Hunter
Inhalt: The vampire council has hired skinwalker Jane Yellowrock to hunt and kill one of their own who has broken sacred ancient rules-but Jane quickly realizes that in a community that is thousands of years old, loyalties run deep.
With the help of her witch best friend and local vigilantes, Jane finds herself caught between  bitter rivalries - and closer than ever to the secret origin of the entire vampire race. But in a city of old grudges and dark magic, Jane will have to fight to protect both sides, even if no one will protect her.

habe ich mir bei Amazon bestellt, weil der mir zugängliche Teil meines SuBs gefährlich klein wurde und ich nicht bis März auf die deutsche Ausgabe warten wollte.


"Retribution" von Jeanne C. Stein

Inhalt: A newly turned vampire, Anna is forging uneasy balance between her old human life and her new supernatural one. Still, with her partner out of town, her family abroad and her mentor estranged, she doesn't have anyone to turn to - which is why she's keeping a low profile.
But now young vampires are turning up dead, completely drained of their life force. Although Anna worries she might be next, things start getting personal with her shape-shifter friend is found clinging to his life. So whe Williams, her former teacher and now leader of a supernatural enforcement squad, asks her for help, Anna can't say no. But soon she'll wish she had.

ist mit "Blood Cross" gekommen, weil ich Lust auf Urban-Fantasy hatte.


"Das geheime Spiel" von Kate Morton

Inhalt: Zwei Schwestern, ein geheimes Spiel und eine verbotene Liebe
Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs kommt Grace Bradley als Dienstbotin nach Riverton Manor. Selbst noch nicht erwachsen, bewundert sie die Hartford-Mädchen Hannah und Emmeline, die mit ihrer unbeschwerten Fröhlichkeit für Leben auf dem Anwesen sorgen. Doch die Begegnung mit dem jungen Dichter Lord Robert Hunter wird Hannah und Emmeline für immer verändern. Als einzige Vertraute versucht Grace die beiden Schwestern vor Unheil zu bewahren – vergeblich …
Mehr als 75 Jahre bewahrt Grace das Geheimnis, bis sie endlich die Wahrheit über jene Tage preisgibt.  
[Quelle: amazon.de]
 
habe ich auf einem Wühltisch entdeckt. Da ich kurz vorher erst was von der Autorin gelesen hatte, musste es mit.


"Der ungeschminkte Tod" von Vandy Symon

Inhalt: Die junge Polizistin Sam Shepard steckt mitten in ihrer Ausbildung, als im botanischen Garten der Stadt Dunedin eine junge Studentin bestialisch ermordet wird – der jüngste einer Reihe ungeklärter Morde. Wie gerne würde Sam in diesem spannenden Fall ermitteln! Stattdessen wird sie verdonnert, den in der Stadt gastierenden Zirkus unter die Lupe zu nehmen, der Zielscheibe radikaler Tierschützer ist. Schnell wird ihr klar, dass es eine tödliche Verbindung zwischen den beiden Fällen gibt. Steckt der zwielichtige Zirkusdirektor hinter den Taten oder jemand, der ihr viel näher ist, als ihr lieb sein kann? Jetzt muss Sam handeln, oder sie wird zum nächsten Opfer des blutrünstigen Killers… [Quelle: amazon.de]
 
kam mit, weil ich 3,50€ nicht mit Karte zahlen wollte, aber kein Bares mit hatte... Lese ich im Moment ist aber öööööde!


"Die Nebel von Avalon" von Marion Zimmer-Bradley

Inhalt: Die amerikanische Fantasy-Autorin Marion Zimmer Bradley hat ein gewaltiges Epos in der großen Tradition der Ritterromane geschaffen, in dem sie den Zauber der alten Mythen und Legenden um König Artus wieder heraufbeschwört. Es ist Morgaine, die Hohepriesterin des Nebelreichs Avalon und Schwester von Artus, die hier die wahre Geschichte von ihrem königlichen Bruder erzählt, von den Rittern seiner Tafelrunde, allen voran Lancelot, und von den Mysterien diesseits und jenseits dieser Welt. Wohl zum ersten Mal erzählt eine Frau diese wundersame Geschichte, zeigt die christlich stilisierten Heldengestalten in einem neuen Licht und erinnert daran, daß einst Frauen die Macht in den Händen hielten: Sie lenken im Verborgenen das Geschick ihrer Zeit und setzen den König der Legenden auf den Thron, geben ihm das heilige Schwert Excalibur, mit dem er die Sachsen für immer vertreibt.
Aber es geht um mehr bei diesem Kampf auf Leben und Tod. Rituale, Magie, visionäre Einsichten, Versagen und Größe fordern die Menschen heraus, die um den richtigen Weg des Glaubens und des Lebens ringen. In der Enthüllung des Mysteriums vom Heiligen Gral erfüllt sich das Schicksal von König Artus und seinen Rittern. Es ist Höhepunkt und Abstieg zugleich, denn Avalon, die Insel der Apfelbäume, die alte Welt der Naturreligion, versinkt unwiederbringlich in den Nebeln der Zeit. [Quelle: amazon.de]

habe ich als Ausgabe von 1983 im öffentlichen Bücherregal ertauscht. Man sieht zwar, dass es alt ist, aber ansonsten ist der Zustand top.


Wenn ich das so sehe, macht mich das schon ein bisschen stolz, da ich die Bücher teilweise noch letzten Monat gekauft habe. So schaffe ich es vielleicht mal, meinen SuB ein bisschen zu verkleinern. Den habe ich übrigens inzwischen sogar ma gezählt. Die Bücher, die ich grad lese miteingerechnet liegt er bei 26 ungelesenen Büchern. Das ist zwar im Vergleich zu manch anderem SuB nicht viel, aber mein Ziel ist es, unter 20 zu kommen. Das schont den Geldbeuten =)

Dienstag, 13. September 2011

Teaser Tuesday



Teaser Tuesday is a weekly bookish meme, hosted by MizB of Should Be Reading. Anyone can play along! Just do the following:

  • Grab your current read
  • Open to a random page
  • Share two (2) “teaser” sentences from somewhere on that page
  • BE CAREFUL NOT TO INCLUDE SPOILERS! (make sure that what you share doesn’t give too much away! You don’t want to ruin the book for others!)
  • Share the title & author, too, so that other TT participants can add the book to their TBR Lists if they like your teasers!
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Im Moment lese ich einige Bücher gleichzeitig. Entschieden habe ich mich für einen Teaser aus "Artemis Fowl", welches schon seit vielen Jahren ungelesen in meinem Regal steht. Eine Freundin hat mich dazu gebracht, dem Buch doch noch eine Chance zu geben.


"Die Waffen sind nicht für Sie bestimmt." 
Nguyen wirkte nicht überzeugt.
"Nein", fuhr Artemis fort, "Butler könnte Sie auch ohne seine Ausrüstung auf hundert verschiedene Arten umbringen. Obwohl eine sicher ausreichen dürfte." 
- Eoin Colfer, Artemis Fowl, S.11








Hat es einer von euch mal gelesen? Und wie hat es euch gefallen? Bisher finde ich es ganz ok.

Eine erholsame Nacht wünsche ich euch,
eure Caro

"Skinwalker - Feindesland" (orig.: "Skinwalker") von Faith Hunter

"Ich steuere meine Maschine die Decatur Street entlang, tiefer ins French Quarter hinein. Der Motor schnurrte gleichmäßig." - Faith Hunter, Skinwalker
Autor: Faith Hunter
Originaltitel: Skinwalker 
Verlag: Egmont Lyx
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3-8025-8387-2

Die Gestaltwandlerin Jane Yellowrock besitzt indianische Wurzeln und trägt zwei Seelen in sich: die einer Frau und die eines Berglöwen. Gemeinsam sind sie "Beast" - und sie jagen abtrünnige Vampire.

Im heißten New Orleans leben die Blutsauger ganz offen unter Menschen. Und ausgerechnet eine Vampirin engagiert die Harley fahrende Jägerin, um einen der ihren unschädlich zu machen. Denn der Wahnsinnige, der bereits drei Touristen und sechs Polizisten getötet hat, frisst die Eingeweise seiner Opfer, und das löst selbst in der Welt der Vampire Entsetzen aus. Obwohl Jane auch den "zivilisierten" Vampiren nur ungern ohne ihr Waffenarsenal begegnet, nimmt sie den Auftrag an. Aber wem kann sie in der Jazz-Metropole wirklich trauen? Selbst der attraktive Biker Rich LaFleur, der immer wieder ihren Weg kreuzt und ihren Herzschlag gehörig beschleunigt, scheint seine eigenen Ziele zu verfolgen. Und so ermittelt Jane allein und auf ihre Art: Tagsüber befragt sie Leute, nachts streift sie au vier Tatzen durch die Stadt. Und schon bald stößt sie auf eine Fährte, die zu ihrer eigenen verschütteten Vergangenheit führt...

Gleich zu Beginn des Buches wird der Leser in die Handlung geworfen und findet sich in den Straßen New Orleans wieder, wo Jane auf dem Weg zu ihrer neuen Auftraggeberin ist. Es gibt keine einleitenden Erklärungen und kein Anfangsgeplänkel, sondern Faith Hunter kommt gleich zur Sache und fesselt den Leser vom ersten Satz an. Danach geht es dann ruhiger, aber nicht weniger spannend, weiter. Die Jagd nach dem Rouge rückt ein bisschen in den Hintergrund und stattdessen erfährt man viel über die Vampire New Orleans und deren Probleme, aber auch über ihre Verhaltensweisen. Der Rouge taucht immer mal wieder auf, mordet und versetzt die Stadt in Angst und Schrecken, doch bis zum Schluss ist nicht klar, wer und vor allem was er ist.

Erhöht wird die Spannung noch durch die undursichtigen, aber gut durchdachten Charaktere. Jeder der Vampire macht sich irgendwie verdächtig und auch Rick LaFleurs Geheimniskrämereien brachten mich dazu, ihm skeptisch gegenüber zu treten.
Mit Jane Yellowrock hat Hunter eine unerschrockene, taffe Protagonistin geschaffen, die sich nicht scheut, auch mal zu zuschlagen. Ausgeglichen wird dies jedoch durch eine weiblichen Seite, die Shoppen mag und sich um ihre beste Freundin und deren Familie sorgt. Ihre Liebe für Tee gibt ihr eine weitere persönliche Note, die zu einer gelungenen, runden Figur macht.
In Janes Körper lebt aber noch eine weitere Seele, Beast. Sie tritt hervor, wenn Jane ihre Gestalt wandelt. Beast liebt die Jagd und verabscheut die Erfindungen der Menschen.
"Ich strecke mich und huste, als ich diese hässlichen Menschen-Dünste rieche: der Atem von Autos, der Gestank von Müll, der Schimmel an den Wänden der Menschen-Baue, Farbe, Plastik, Polsterung, der Geruch von Hundeurin." - Faith Hunter, Skinwalker, S.366
Sie ist durch und durch ein Raubtier, rabiat, mit einer nüchternen Sicht der Dinge. Im Laufe der Geschichte erfährt man mehr darüber, wie die beiden zusammen kamen und langsam, aber sicher hat sich auch Beast in mein Herz geschlichen.

Faith Hunter bedient sich einer einfachen Sprache mit großer Wirkung. Besonders eindrucksvoll dabei sind die Gerüche und Geräusche, die sie beschreibt. Sie saugen einen tief in die Welt der Handlung und lassen New Orleans und sein Einwohner lebendig werden. Während des Lesens konnte ich die schwüle Hitze auf meiner Haut spüren, die Auto, den Fisch und die Gewässer riechen. Großartig!

Mit "Skinwalker - Feindesland" hat Faith Hunter Urban-Fantasy geschaffen, die Spaß macht. Im Vordergrund stehen die Jagd nach dem Rouge, die Vampire in Janes Umfeld und Janes vergessene Vergangenheit, mit Liebeleien und Affären wird sich nicht aufgehalten. Wer Lust auf eine Jagd durch New Orleans an der Seite einer unerschrockenen Heldin hat, sollte zu diesem Buch greifen! Das einzige Manko ist, dass der zweite Teil der Reihe erst im März 2012 erscheint.


Die Reihe im Überblick:
1. Skinwalker (Skinwalker - Feindesland)
2. Blood Cross (Skinwalker - Fluch des Blutes)
3. Mercy Blade
4. Raven Cursed (Januar 2012)

Die Autorin:

Gwendolyn Faith Hunter ist in Louisiana aufgewachsen. Bereits in ihrer Jugend entwickelte sie eine Vorliebe für Science Fiction und Fantasy. Als Gwen Hunter veröffentlichte sie ab1994 zunächst Thriller, bevor 2006  ihr erster eigener Fantasy-Roman veröffentlicht wurde. Zurzeit lebt sie mit ihrem Ehemann in South Carolina.
Mehr unter: www.faithhunter.net





Herzlichen Dank an den Egmont Lyx Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

Sonntag, 11. September 2011

Die ewige Frage nach dem Lieblingsbuch

Beliebte Themen beim Kennenlernen, oder auch im Freundeskreis und der Familie, sind die "Lieblinge": Lieblingsfarbe, Lieblingstier, Lieblingsessen, Lieblings... Von mir am meisten gefürchtet ist jedoch die Frage nach dem Lieblingsbuch. Diese Aussage von einer passionierten Leserin und Buchbloggerin mag erstmal paradox klingen. Jemand, der sich so intensiv mit Büchern beschäftigt sollte doch wissen, welches ihm bisher am besten gefallen hat, oder? So einfach ist das aber nicht. Denn: was sind die Kriterien? Was macht ein Lieblingsbuch aus? Ist es eine fesselnde Story, eine malerische Art des Erzählens oder sind es doch die Figuren? Muss es etwas "literarisch wertvolles" sein, wie Klassiker von Goethe und Schiller oder Romane der Nobelpreisträger wie Murakami und Grass oder darf es auch "leichtere Kost" sein? Ein Thriller von MacFadyen, ein Liebesroman von Kinsella oder etwas fantastisches, wie Rowling oder Kai Meyer?
Und vor allem: wie soll ich bei hunderten von gelesenen Büchern "das Eine" benennen? Bisher habe ich darauf noch keine Antwort gefunden und habe deshalb kein "Lieblingsbuch".

Trotzdem, oder vielleicht grade deshalb, beschäftigt mich diese Frage immer wieder. Irgendwann habe ich angefangen, folgendes zu antworten: 'Aus welchen Genre denn?' Das klingt zunächst so, als wäre es dann ganz einfach, nur ein Buch zu nennen. Aus vielen Sparten, wie zum Beispiel den historischen Romanen oder den Klassikern, habe ich bisher nicht viel gelesen. Da fällt die Antwort oft recht leicht. Aber wie sieht es mit den beliebteren Genres aus? Bei Thriller und Fantasy ist Denksport angesagt, denn es stellen sich, unter anderem,  folgende Fragen: Die Jagd auf einen Massenmörder oder doch lieber die Suche nach einem verschollenen Artefakt? Hexen, Drachen, Vampire oder Gestaltwandler? Was ist besser?
An dieser Stelle fängt die Antwort an, in einen Vortrag auszuarten und die Vorzüge und Nachteile einzelner Romane auszudiskutieren. Und: von sprachlicher Finesse war bisher noch nicht die Rede. Denn selbst wenn der Plot super ist, die Sprache kann einiges zu nichte machen und ist selbstverständlich ausschlaggebend für die Gefühle der Handlung und den Figuren gegenüber, auch wenn es oft unbewusst ist.
Die Frage nach dem Genre hilft also auch nicht immer weiter.

Da bleibt mir wohl nur eines: einige gute Bücher nennen, die mir spontan einfallen und möglichst aus verschiedenen Bereichen kommen und klarstellen, dass es sich um ein momentanes Empfinden handelt, denn: an einem anderen Tag, an dem anderes wichtig ist, kommen mir wahrscheinlich komplett andere Buchtitel in den Sinn. So habe ich die Frage nach "dem einen Buch" zwar immer noch nicht geklärt, aber immerhin muss ich nicht mit 'Ich habe keins' antworten, denn das wäre mir ziemlich peinlich...

Wie sieht es bei euch aus? Könnt ihr ein Buch euer Lieblingsbuch nennen oder ergeht es euch ähnlich wie mir? Und: was sind eure Kriterien?

Nächtliches Geblubber #2

Wieder ist es nach Mitternacht und mal wieder finde ich den Weg in mein Bett einfach nicht. Nach so einem aufregenden Tag ist das wohl auch kein Wunder. Heute war ich nämlich mit der ganzen Familie in Paderborn, um meine Wohnung einzurichten. Es ist echt unglaublich, wie viel man auf 'großen' 14m² unter bekommt. Eine kleine Einbauküche, ein Schrank mit ziemlich viel Stauraum (Dank sei einem gewissen, schwedischen Möbelhaus) und Platz für Schreibtisch, Tischchen und - ganz wichtig - Bücher. Ein Großteil meines SuBs, der glücklicherweise nicht ganz so groß ist, ist schon umgezogen. Der Rest folgt dann Ende des Monats, genauso wie ich. Ich bin schon unglaublich aufgeregt, was meine erste Wohnung und vor allem das Studium angeht. Paderborn ist eine wirlich sehr schöne, alte Stadt mit verwinkelten Gassen, Fachwerkhäusern und einem Dom aus Sandstein. Dazu muss ich euch noch was erzählen: meine Familie - Vater, Mutter, Bruder - und ich gingen ganz unbehelligt am Dom vorbei, um ihn mal anzusehen, als wir plötzlich von einem älteren Herren angesprochen wurden, der uns fragte, wie wir den Dom finden und was wir darüber wissen. Eher unfreiwillig erfuhren wir das wichtigste über den Dom, der 1016 nach nur 7 Jahren Bauzeit fertig gestellt war. Später stellte sich heraus, dass der ältere Herr mit dem merkwürdigen Akzent (ich habe ja zunächst auf Ami getippt) ein niederländischer Professor für Kirchengeschichte ist, der seit einigen Jahrzehnten in Paderborn lebt. Das war auf jeden Fall eine sehr interessante Begegnung.

Sicherlich habt ihr auch schon das neue Aussehen meines Blogs bemerkt. Ich war das sommerliche Grün einfach leid und so musste es warmen Brauntönen weichen. Ich mag es sehr gerne und bin zufrieden damit, auch wenn ich mit der rechten Seite noch nicht vollkommen zufrieden bin. Die Bilder stehen so blöd über. Wahrscheinlich muss ich einfach kleinere aussuchen. Das werde ich morgen gleich mal probieren.

Jetzt sollte ich aber wirklich mal in mein Bettchen verschwinden, da ich morgen früh arbeiten muss. Ich wünsche euch also eine gute und erholsame Nacht!

Eure Caro

Freitag, 9. September 2011

Rezension zu "Jägermond - Im Reich der Katzenkönigin" von Andrea Schacht

Autor: Andrea Schacht 
Originaltitel: /
Verlag: Penhaligon
Preis: 14,99€
ISBN: 978-3764530723













Bastet Merit, die Königin des Katzenreichs Trefélin, besucht unsere Welt, um von ihrer sterbenden Menschenfreundin Gesa Abschied zu nehmen. Doch bei dem Besuch kommt es zur Katastrophe. Bastet verliert ihr magisches Ankh und ist nicht nur in unserer Welt gefangen, sondern auch im Körper einer wehrlosen Hauskatze. Ihre einzige Chance ist der Ohrring, den sie einst Gesa schenkte und der über die gleichen Fähigkeiten verfügt wie das Ankh. Aber Gesa hat den Talisman ihrer Enkelin Feli hinterlassen – und es nicht mehr geschafft, die junge Frau auf ihr Erbe vorzubereiten.

Feli ahnt nicht, was auf sie zukommt. Bis drei ziemlich unerfahrene Kater in Menschengestalt auf der Suche nach ihrer Königin unvermittelt bei ihr auftauchen. Außerdem ist Finn, der Bruder von Felis bester Freundin, ebenfalls in die Sache verwickelt. Und obendrein ist er auch noch in sie verliebt! Als ob Feli nicht schon genug eigene Probleme hätte ... [Quelle: amazon.de]

Denn die hat sie wirklich: ein Herzproblem, welches keines ist, Eltern, die sie deshalb in Watte wickeln, aber oft auf Forschungsreise sind, ihre verstorbene Großmutter, bei der sie gelebt hat und ihre wandernde Tante Iris, die sie nun bei sich aufnimmt.
Und so nimmt die Handlung ihren Lauf. Anfangs fiel es mir schwer, einen Zugang zu den Charakteren und der Geschichte zu finden und habe mich durch die ersten Seiten geschleppt. Interessant wurde es erst, als Nefer und seine drei jungen Begleiter bei Finn und Felina auftauchen. Ab da hat mir der Roman sehr gut gefallen und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, ganz besonders währen der letzten 150 Seiten. Andrea Schacht hat eine tolle Welt geschaffen, die voller Geheimnissen, Gefahren und möglichen Abenteuern steckt. Leider muss ich aber sagen, dass die Feli und ihre Freunde die Lösungen für ihre Probleme ein bisschen zu leicht zugefallen sind. Natürlich gab es einige Kämpfe, aus denen sie als Verlierer raus gingen, aber es war nicht so, dass sie auf der falschen Färte gewesen sind. So barg die Geschichte keine großen Überraschungen. Nur Majästet - oder Bastet Merit, wie sie eigentlich heißt - wurde vor einige knifflige Aufgaben gestellt und konnte diese nur mit Hilfe eines alten Freundes lösen.

Die Hauptpersonen sind alle durchweg sympathisch und machen alle im Laufe der Geschichte eine Veränderung durch, wachsen an ihren Aufgaben und gewinnen an Persönlichkeit. Ganz besonders Finn hat sich gut geschlagen und wurde von einem faulen, unsicheren Weichei zu einem selbsständigen jungen Mann, der weiß was er will. Aber auch Feli hat sich gewandelt, hat erkannt, was ihr im Leben wichtig ist und dass sie keineswegs so labil ist, wie ihre Eltern ihr immer eingeredet haben.
Besonders ans Herz gewachsen ist mir aber Che-Nupet mit ihrer liebevollen, dümmlichen Art, hinter der sich mehr verbirgt, als man zunächst annimmt. Ihre Art zu sprechen, ihre Liebe fürs in der Sonne Faulenzen, oder Bauchlüften, wie sie es nennt, und ihre Versuche, Schmetterlinge an zu locken haben mich zwar erst verwirrt, aber dann neugierig gemacht, was sich wirklich dahinter verbirgt und wer diese geheimnissvolle Katze wirklich ist.

Sprachlich konnte mich der Roman leider nicht überzeugen. Andrea Schacht schreibt zwar sehr locker und bildhaft, aber durch die eher gesprochene Sprache haben sich viele merkwürdige Formulierungen eingeschlichen, über die ich immer wieder gestolpert bin und die meinen Lesefluss unterbrochen haben. Außerdem hat sie zum Schluss immer wieder die Namen Nefer und Finn vertauscht, was zu verwirrung führte.

Cover und Innengestaltung des Buches gefallen mir sehr gut. Zwar fand ich das Cover mit dem blau-goldenen Katzenkopf zunächst ziemlich kitschig, aber inzwischen gefällt es mir richtig gut. Ein Pluspunkt ist auch, dass das Katzengesicht und das darunter abgebildete Steingrab, oder Dolmen, wie es im Buch genannt wird, sich auf den Inhalt beziehen. Im Buch gibt es eine aufklappbare Karte, die Trefélin darstellt, das Land der Katzen in Form einer Katze. Eine sehr schöne Idee.




Insgesamt ist "Jägermond - Im Reich der Katzenkönigin" ein sehr schöner Roman, an dem Jung und Alt Spaß haben können. Er besticht durch eine tolle Welt, liebevoll gestaltete, echt wirkende Charaktere und eine Entwicklung, die viel mehr beinhaltet als ein Abenteuer ein paar Jugendlicher. Außerdem lassen einige Anspielungen am Ende des Buches die Hoffnung auf eine Fortsetzung aufkeimen. Ich werde auf jeden Fall ein Auge darauf behalten. 
Für Handlung und Figuren kann ich ohne zu zögern 4 Punkte vergeben, muss aber wegen der Sprache leider noch einen halben abziehen. Das macht also 3,5 Punkte, Tendenz nach oben.


An dieser Stelle möchte ich mich noch ganz herlich beim Penhaligon Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken! 



Ihr Lieben, der Herbst bricht langsam, aber sicher über uns hinein, es regnet und die Temperaturen sinken. Ich denke, da wird es bald Zeit für ein neues Gewand. Mein jetziges Design scheint mir inzwischen ein bisschen zu grün. Da muss ich wohl was dran ändern.

Eure Caro

Dienstag, 6. September 2011

Simon Beckett - "Kalte Asche" und "Leichenblässe"

Die letzte Tage blieb mein Buch zwar oft liegen, dafür konnte ich aber beim Auf- und Ausräumen die beiden Hörbücher hören, die ich von einer Freundin bekommen habe, was die Arbeit um einiges erträglicher gemacht hat. Hier kommen nun also gleich zwei Kurzrezensionen:

"Kalte Asche" (orig.: "Written in Bone)


"Bei entsprechender Temperatur brennt alles. Holz. Kleidung.
Menschen.
Ab 250° Celsius fängt Fleisch Feuer. Die Haut wird
schwarz und platzt auf. Die subkutane Fettschicht beginnt
zu schmelzen wie Butter in einer heißen Pfanne. Bald darauf
brennt der ganze Körper."
- Simon Beckett, Kalte Asche

Merkwürdig sieht die verbrannte Leiche aus, die der forensische Anthropologe David Hunter auf der abgelegenen Hebriden-Insel Runa zu Gesicht bekommt. Durch die unglaubliche Hitze des Feuers ist sie fast gänzlich zu Asche zerfallen -- bis auf Beine und Füße, die fast unversehrt in den Raum ragen. Auch in der Umgebung des unmittelbaren Tatorts hat das Feuer kaum Schaden angerichtet: anders als wenig später, als das Gemeindehaus der Insel, ein Wohnwagen mitsamt des darin wachenden Polizisten und ein Boot inklusive einer allzu neugierigen Reporterin in Flammen aufgehen. Denn auf Runa treibt ein unheimlicher Mörder sein Unwesen, der im Schatten des Rauchs seine dunkle Vergangenheit verbergen will. Bei der Suche nach der Wahrheit sind David Hunter, der Dorfpolizist und sein pensionierter Kollege ganz auf sich allein gestellt. Nach einem Sturm ist Runa von der Außenwelt abgeschnitten... [Quelle: amazon.de]

Die Handlung an sich ist im Grunde genommen erst einmal recht einfach: eine Leiche wird gefunden und nun soll David Hunter herausfinden, ob es sich um Mord handelt. Aufgrund mangelnder Polizeikräfte ist Hunter dann auch - mehr oder weniger freiwillig - bei der Suche nach dem Mörder beteiligt. Spannung kommt nicht nur durch die weiteren Mordanschläge auf, sondern auch durch den Kontaktverlust zum Festland, was gleichzeitig die Atmosphäre des kleinen, englischen Fischerdörfchens verstärkt. Das hat mir sehr gut gefallen, da es mal etwas anderes ist, als die amerikanischen Krimiserien, die ich mir sonst ansehe. (Ich lese ja nicht so viele Thriller...)
Die Charaktere sind gut gezeichnet und so gestaltet, dass Reibereien und Anfeindungen entstehen, die jeden zu einem Verdächtigen werden lassen und bis zum Schluss ist nicht eindeutig, wer es denn war.
Das Ende war etwas kurmelig, aber wer das Schema aus "Die Chemie des Todes" kennt, weiß, dass Hunter sich vor seiner Abreise in falsche Sicherheit wiegt. Außerdem wirkte die Schlussszene auf mich, als wäre Beckett nicht sicher, ob er einen weiteren Roman um Dr. David Hunter schreiben wird.
Insgesamt war "Kalte Asche" ein ganz netter Thriller für Zwischendurch, aber nicht ganz so spannend und bei weitem nicht so ekelig wie "Die Chemie des Todes" und "Leichenblässe". Die Fischerdorf-Atmosphäre hat das aber wieder wett gemacht.

"Leichenblässe" (orig.: "Whispers of the Dead")


"Die Haut.
Das größte Organ des Menschen ist zugleich das am wenigsten
beachtete. Dabei macht es ein Achtel der gesamten
Körpermasse aus und bedeckt bei einem durchschnittlichen
Erwachsenen eine Fläche von etwa zwei Quadratmetern."

-Simon Beckett, Leichenblässe

Eigentlich möchte David Hunter nach seiner Genesung nur ein wenig auf andere Gedanken kommen und folgt daher der Einladung seines Mentors Tom Lieberman an dessen Forschungsinstitut nur allzu gerne. Doch schon bald ist es mit Forschung alleine nicht mehr getan. Lieberman soll die stark verweste Leiche eines Mordopfers untersuchen. Der gesundheitlich stark angeschlagene Lieberman bittet seinen Freund Hunter, ihm bei der Arbeit zu helfen. Dessen Anwesenheit stößt bei den Agenten des Tennessee Bureau of Investigation und beim zuständigen Pathologen auf eisige Ablehnung. Doch Lieberman boxt seinen ehemaligen Schüler allen Widerständen zum Trotz durch. Schnell stellen sich Probleme bei der Untersuchung der Leiche ein. Die Todesursache ist nicht eindeutig zu klären, der Zeitpunkt des Todes ist unklar, was die Anthropologen am meisten überrascht, merkwürdige Fingerabdrücke werden gefunden und die Identifikation des Opfers birgt ungeahnte Schwierigkeiten. Nichts an der Leiche und am Fundort ist so, wie es sein sollte. Zu allem Überfluss rennt den Ermittlern die Zeit davon, denn weitere Opfer tauchen auf. Hunter und Lieberman wird klar, dass der Täter mit ihnen spielt und ein ganz bestimmtes Ziel verfolgt. Beide ahnen jedoch nicht, dass sie selbst in tödlicher Gefahr schweben. [Quelle: amazon.de]

In dem dritten Teil zieht es Hunter also nun, wie im Vorgänger schon angedeutet, in die USA nach Tennesee, wo er eher unfreiwillig in eine Mordermittlung mit einbezogen wird. Durch die Geschehnisse in "Kalte Asche" ist Hunters Selbstbewusstsein angeschlagen und er weiß nicht, ob er seinen Job weiter ausüben soll. Das gibt eine Grundlage für eine gute Nebenhandlung mit charakterlichen Entwicklungen. Der Großteil der Handlung besteht aber aus einer Mordermittlung a la CSI mit dieser ungemütlichen, amerikanischen Krimi Atmosphäre. Das fand ich Schade, da ich mich schon auf einen weiteren englischen Schauplatz eingestellt hatte (ich gebs zu, ich hab den Klappentext vorher nicht gelesen...).
Entsprechend dem Schauplatz gibt es eine Vielzahl von Charakteren und somit einen großen Kreis möglicher Täter. Wieder führt Beckett die Ermittler und auch den Leser an der Nase herum und enthüllt erst ganz zum Schluss den wahren Täter.
Im Gegensatz zu seinem Vorgänger spannt "Leichenblässe" den Leser auf die Folter und ist unglaublich spannend bis zur letzten Minute. Zu meinem Leidwesen aber auch sehr ekelig, da Gerüche und vor allem das Aussehen der Leichen bis ins kleinste Detail beschrieben wird. Noch ein bisschen mehr und ich hätte es einfach weggeklickt.

Beide Hörbücher werden von Johannes Steck gelesen, dessen tiefe, ruhige Stimme mir sehr gut gefallen hat. Er hat eine angenehme Art zu lesen und arbeitet die einzelnen Peronen stimmlich heraus. Bei Gesprächen unter Männern hätte er aber stimmlich deutlichere Unterschiede machen können, da ich zeitweise nicht genau wusste, wer grade spricht. 

Insgesamt bekommen beide Hörbücher von mir drei Punkte. Sie sind spannend, haben Atmosphäre und stellen den Protagonisten immer wieder vor private Probleme, sodass es nicht eintönig wird. Den 4. Teil der Reihe, "Verwesung", werde ich mir mit Sicherheit auch noch ausleihen und anhören.




Teaser Tuesday



Teaser Tuesday is a weekly bookish meme, hosted by MizB of Should Be Reading. Anyone can play along! Just do the following:
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Der Kater blieb stehen, drehte sich um und setzte sich aufrecht hin. "Mhm. Sag mal, irgendwie habe ich den Eindruck, dass du mich verstehst." Sie stand auf und kniete sich neben ihm nieder. "Darf ich dich streicheln, oder haust du mich dann?"
- Andrea Schacht, Jägermond - Im Reich der Katzenkönigin; S.134

"Gottesfluch" (orig.: "The Moses Stone") von James Becker

Nachdem es in der letzten Woche ziemlich ruhig hier war, melde ich mich mal wieder zu Wort. Da ich grade mitten im Unzug stecke (der sich allerdings über den ganzen Monat erstreckt...), ist leider einiges liegen geblieben, was ich gerne gepostet hätte. Zunächst einmal kommt hier aber die schon seit einigen Tagen ausstehende Rezension zu "Gottesfluch". Bevor ich jedoch zum Buch selbst komme, gibt es einige Informationen zum Autor.

Der Autor:
James Becker, ein Pseudonym des Autors James Barrington, der im echten Leben Peter Stuart Smith heißt, stand viele Jahre im Dienste Elizabeth II. Über 20 Jahre war er Hubschrauberpilot für die Royal Navy und war unter anderem im Falklandkrieg im Einsatz. Viele Schauplätze seiner Romane, z.B. den Jemen, Nordirland oder Russland, hat er in seinem Beruf selbst besucht. Sein privates Interesse gilt dem Mittelalter und der Antike, die auch immer wieder in seine Romane mit einfließen.
Mehr kannst du hier erfahren.

Über den Roman:

Autor: James Becker
Originaltitel: "The Moses Stone"
Verlag: Blanvalet
Preis: 8,99€
ISBN: 978-3-442-37609-4













In Marokko ersteht ein englisches Ehepaar eine Tafel mit uralten Schriftzeichen. Tags darauf sind die beiden tot, die Tafel ist verschwunden. Detective Chris Bronson wird aus England hinzugezogen. Der erste Anschein eines tragischen Unfalls verflüchtigt sich schlagartig, als auf Chris ein Anschlag verübt wird. Er weiß: Der Schlüssel zu dem Fall liegt in der verschwundenen Schrifttafel. Und um die zu finden, braucht er ausgerechnet die Hilfe seiner Exfrau, der Archäologin Angela Lewis.

Und so beginnt eine Hetzjagd durch Marokko, England und Israel, um die Tafeln Moses und die Silberne Schriftrolle, ein bedeutendes Artefakt, das eine Wegbeschreibung zu den Schätzen des zerstörten Tempel Salomos enthält, zu finden.

Trotz des Mordes am Anfang kommt die Handlung nur langsam in Fahrt und wird erst spannend, als Bronson beschließt, dass es sich tatsächlich um Mord und nicht um einen tragischen Unfall handelt und er die Spur der Tonscherbe zu verfolgen beginnt. Dem Leser wird schnell klar, dass dies ein gefährliches Unterfangen wird, denn neben Angela und Chris sind ein marokkanischer Kunstsammler und kaltblütiger Gangster, ein englischer Kunstsammler und seine Handlanger sowie der isralische Geheimdienst Mossad hinter den Artefakten her.
Die Handlung ist sehr gradlinig und enthält für den Leser keine großen Überraschungen bereit, da man aufgrund der verschiedenen Erzählperspektiven immer schon weiß, was die anderen Gruppen planen. Spannung entseht allein dadurch, dass bis zuletzt unklar bleibt, was Bronson tun wird und wie er sich, die ganze Zeit unbewaffnet, gegen die Angriffe und Hinterhalte seiner Gegenspieler zur Wehr setzten wird.
Sehr gut gefallen haben mir die geschitlichen Hintergründe, die verständlich und häppchenweise vermittelt wurden und so der Jagd um die altertümlichen Schätze einen fundierten Hintergrund geben. Natürlich konnte ich mir nicht alles merken, aber interessant war es auf jeden Fall.
Bei den Charakteren legt Becker sein Augenmerk eher auf die Beziehung zwischen Angela und Bronson, als auf ihre persönliche Entwicklung. Als Polizist kennt Bronson die Gefahr und auch Angela ist nach ihrem ersten Abenteuer in "Unheilig" abgebrühter geworden.

Sprachlich ist "Gottesfluch", genau wie sein Vorgänger, einfach gestaltet und lässt sich leicht lesen. Dabei wirken die kurzen Sätze nicht abgehackt, sondern passen sich dem Tempo der Handlung an und erzeugen Spannung.

Lediglich die Namensgebung der deutschen Übersetzung gefällt mir - genauso wie bei seinem Vorgänger - nicht. Der Inhalt des Buches hat nämlich nicht im entferntesten etwas mit einem "Gottesfluch" zu tun. Der englische Titel "The Moses Stone" ist da viel treffender.

Insgesamt vergebe ich 3,5 Punkte für diesen Thriller. Zwar ist die Grundidee nichts neues, aber die Umsetzung ist gut gelungen. Im Gegensatz zu Dan Browns Thriller, die ähnlich aufgebaut sind und ähnliche Thematiken beinhalten, bleibt James Becker erfrischend dezent, was seine Verfolgungsjagden und Schießereien angeht und er erschüttert in seinen Romanen nicht die Grundfesten der Kirche. Diese Reihe werde ich auf jeden Fall weiterverfolgen.

Die Reihe im Überblick:
  • 2008 The First Apostle (Unheilig)
  • 2009 The Moses Stone (Gottesfluch)
  • 2010 The Messiah Secret
  • 2011 Nosferatu Scroll
Auf den letzten Band bin ich übrigens besonders gespannt, weil er Vampire (vllt. Dracula?) verspricht.

An dieser Stelle bedanke ich mich nocheinmal ganz herzlich beim Blanvalet Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Donnerstag, 1. September 2011

Monatsrückblick August

Hallo ihr Lieben,
ich kann's kaum glauben, aber der August ist schon rum. Lesetechnisch war dieser Monat zum Glück um einiges besser als der Juli, wo ich nur 2 Bücher geschafft habe. Zwar gab es auch schon bessere Lesemonate als diesen, aber ich hatte noch einiges um die Hand.

Komplett gelesene Bücher:
"Die Hütte" von William P. Young 4/5
"Der verborgene Garten" von Kate Morton 5/5
"The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring" von J.R.R. Tolkien 5/5

Angefangene Bücher:
"Gottesfluch" von James Becker

Beendete Bücher:
"Steamed" von Katie MacAlister 2,5/5

Hörbücher:
"Der Elbenstern" von J.R.R. Tolkien

Zuwachs:
"Jägermond: Im Reich der Katzenkönigin" von Andrea Schacht (RE)
"Gottesfluch" von James Becker (RE)
"The Lord of the Rings" 1-3 von J.R.R. Tolkien (gekauft)
"Das Geheimnis der roten Villa" von Christina López Barrio (gekauft)

Insgesamt ist mein SuB also um 3 Bücher gewachsen. Nächsten Monat werde ich die Bücher wahrscheinlich auch endlich mal zählen, denn die ungelesenen kommen auf jeden Fall mit in die neue Wohnung.

Buch des Monats:
Diese Entscheidung fiel mir diesen Monat überhaupt nicht schwer. Mein absolutes Lesehighlight war Der Herr der Ringe. Bevor ich mich dran gewagt habe, hätte ich nicht erwartet, dass es mir so gut gefallen wird. Ich freu mich schon drauf, die anderen beiden Teile zu lesen.





So, das war's erstmal von mir. Wie war euer August? Und welches Buch hat euch besonders gut gefallen?

Eure Caro