Donnerstag, 11. August 2011

Rezension zu "Steamed" (dt.: "Steamed - 30°West, 100° Liebe") von Katie MacAlister

Autor: Katie MacAlister
Originaltitel: -
Verlag: Penguin Books
Preis: $7,99 (5,60 € bei amazon.de)
ISBN: 978-0-451-22931-1

Nach einem Unfall mit flüssigem Helium finden sich Jack Fletcher und seine Schwester Hallie auf einem Luftschiff wieder. Die Menschen um sie herum sind altmodisch gekleidet, alle Maschinen sind mit Dampf betrieben und das Land wird von einem Kaiser beherrscht - Jack und Hallie sind in eine Parallelwelt geraten, in der nichts so ist, wie sie es gewohnt sind. Während Hallie noch panisch reagiert, ist Jack sofort hin und weg von der hübschen, geheimnisvollen Capitänin Octavia Pye. Durch einige unglückliche Fügungen gerät Hallie in Gefahr und Jack und Octavia versuchen alles, um sie zu retten, geraten dabei jedoch selbst mehrmals in Lebensgefahr.

"Steamed" ist mein erster Steampunk-Roman und dementsprechen wusste ich nicht genau, was auf mich zukommen würde, als ich es kaufte. Die Welt, die Katie MacAlister erschaffen hat, gefällt mir wirklich gut. Alles läuft mit Dampfkraft, die Geschichte hat sich anders entwickelt als in unserer Welt und auch die gesellschaftlichen Normen sind anders.
Die Handlung allerdings hat mich nicht vom Hocker gehauen. Sie war sehr gradlinig und voraussehbar und kam nur langsam voran. Insgesamt fand ich die Geschichte sehr langatmig, die Spannung hat gefehlt und zum Schluss habe ich mich nur noch durchgequält, was ich wirklich schade fand.

Die Charaktere konnten mich auch nicht begeistern. Zwar waren die meisten durchweg sympathisch, aber dennoch sehr oberflächlich gestaltet, im Laufe des Buches haben sie sich kaum bis gar nicht verändert. Es sind Ansätze für gute Charaktere vorhanden, aber leider schlecht ausgearbeitet. Was mich zudem sehr gestört hat ist, das Sex eines der grundlegenden Themen des Buches ist. Während grade ein Plan zur Rettung von Hallie ausdiskutiert wird, schweifen die Charaktere plötzlich ab und reden von Sex. Auf einer geheimen Mission haben Octavia und Jack Sex und Jack und der Moghulenkönig, welcher Jack und Octavia gefangen hält, reden auch zunächst einmal über Frauen und Sex anstatt über die Bedingungen einer eventuellen Freilassung. Das hat die Handlung immer wieder extrem unterbrochen und in die Länge gezogen. Auch sonst waren viele Reaktionen der Charaktere unrealistisch und unglaubwürdig. Schade, denn die Welt bietet eine gute Grundlage für eine komplexe, interessante Handlung.

Ganz nett war die Innengestaltung des Buches. Unter jeder Kapitelüberschrift ist eine Fliegerbrille oder eine Kmpassrose abgebildet und wenn aus Octavias Sicht geschrieben wird, ist es wie ein Logbuch aufgemacht. Das Glossar im Anhang ist zwar ein nettes Beiwerk, aber überflüssig, da die darin enthaltenen Informationen aus der Geschichte klar und deutlich hervorgehen.
Die Cover, englisch, wie deutsch, passen beide zum Inhalt, die Frau auf dem Bild kann als Octavia durchgehen. Das deutsche Cover gefällt mir aber durch Farb- und Motivwahl besser.

Insgesamt erhält "Steamed" von mir 2,5 Donuts. Die Parallelwelt hat mir zwar gut gefallen, aber die Handlung sowie die Charaktere konnten mich nicht überzeugen, sodass ich mich zeitweise während des Lesens wirklich gelangweilt habe. Schade!


 Außerdem werde ich mit diesem Buch an der raVenport Science-Fiction Challenge teilnehmen, undzwar für den Planet Neptun:
♆  Neptun (Mehrweltengeschichten/Parallelwelten/Virtuelle Realitäten)
und an Splitterherz' BUCHsalat Challenge.
Eure Caro

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