Mittwoch, 1. Juni 2011

Rezension zu "Arkadien brennt" von Kai Meyer

Zum Monatsende kommt hier die Renzension zum Buch des Monats.




Rosa ist bereits seit 4 Monaten Boss des Alcantaraclans. Sie macht sich auf nach New York, um ihre Mutter zu treffen und mehr über ihren Vater zu erfahren. Nachdem ihr Anwalt Trevini ihr ein Video von der Nacht, in der sie vergewaltigt wurde, zukommen lässt, versucht sie außerdem ihre alte Freundin Valerie Paige ausfindig zu machen. Dabei stößt sie auf den amerikanischen Zweig des Carnevareclans und das Familienoberhaupt Michele Carnevare nimmt sie gefangen, um sie als Opfer einer Menschenjagd im Central Park zu nutzen. Wieder auf Sizilien versucht sie zusammen mit Alessandro mehr über TABULA, ihren Vater und ihre Großmutter Costanza herauszufinden. Die Steinstaturen von Panther und Schlange sind wie vom Meeresboden verschluckt und außerdem bereitet der Hungrige Mann seine Rückkehr vor.


Die Geschichte hat mir gut gefallen und war fast noch spannender als der erste Band. Auch dieses Mal hat Kai Meyer es wieder geschafft, den Leser im Dunkeln tappen zu lassen und jedem gegenüber misstrauisch zu bleiben. Das fand ich besonders gut, weil es die spannung aufrecht erhält und ein gewisses "Mafiafeeling" erzeugt. Leider sind Alessandro und Rosa in ihren Nachforschungen nicht viel weiter gekommen. Da hätte es ruhig ein bisschen mehr sein dürfen.

Rosa scheint seit dem ersten Band erwachsener geworden zu sein. Teilweise hat sie gelernt, wie es in der Cosa Nostra zugeht und in diesem zweiten Band macht sie in dieser Hinsicht fortschritte, was ihr auch bei der Verwandlung hilft. Mich wundert allerdings, dass sie nicht mehr darüber erfahren möchte und die Möglichkeiten und Grenzen ihres Schlangenkörpers nicht testet. Was mich sehr gestört hat ist, dass sie oft nicht von selbst die Initiative ergreift, sondern wartet was geschieht oder aus Trotz handelt. Sie scheint sich sehr von Alessandro bevormunden zu lassen, obwohl sie selbst eine starke Persönlichkeit ist. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Selbstständigkeit gewünscht.
Alessandro weiß inzwischen, nachdem er es zum capo gebracht hat, nicht mehr, ob er diese Postition wirklich haben möchte und er erscheint oft sehr unsicher. Aber im Gegensatz zu Rosa handelt er und verfolgt seine Geschäfte.

Der Stil des Romans ist  sehr flüssig und lässt sich gut lesen. Die Formulierungen sind treffend und präzise, gefällt mir gut.

Das Cover des zweiten Teils der Reihe ist in Rot/ Schwarz gehalten, abgebildet sind drei Raubkatzen und eine Schlange auf einem Stein. Im Hintergrund ist ein See und eine Großstadt zu sehen. Im Zusammenhang mit dem Buch handelt es sich da wohl um einen See im Central Park in New York. Demnach passt das Cover gut zum Buchinhalt, auch wenn die Panthera in Gegenwart einer Lamie wohl nicht so ruhig verhalten würden. Auch im Regal ist es schön anzusehen.

Fazit:
Tolle, spannende Geschichte, aber es hätte ruhig ein bisschen mehr sein können.

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