Mittwoch, 8. Juni 2011

Ich lese...

"Please don't hate me - Nichts ist wichtig, wenn man tot ist" (orig.: "Please ignore Vera Dietz") von A.S. King


Klappentext: Darf man Tote hassen? Muss man verzeihen, um den anderen zu retten? Wie viel Mut braucht die Wahrheit?

Vera hasst Charlie. Aus tiefstem Herzen. Obwohl er einmal ihr bester Freund war, für den sie alles getan hätte. Obwohl sie seine dunkelsten Geheimnisse kannte. Obwohl sie ihn so geliebt hat. Und doch ist sie die Einzige, die weiß, was in jener Nacht wirklich geschah. Der Nacht, in der Charlie starb.

Erschütternd und berührend: 
Ein Roman, der einem das Herz bricht und den man nicht mehr aus der Hand legen kann.

Erster Satz: Vor meinem Tod habe ich all meine Geheimnisse in der Alten Eiche versteckt.

Eindruck: Die Protagonistin Vera Dietz weiß nicht so recht, wo sie hingehört. Der Vater ihres besten Freundes, der Tod ist, schlägt seine Frau, Veras Mutter ist abgehauen und ihr Vater ist ein geiziger Buchhalter, der mit Zen-Weisheiten um sich wirft und versucht, seine Tochter zu erziehen.
Die Geschichte wird aus Veras Sicht in der Ich-Form geschildert. Dadurch bekommt man zwar ihre Gedanken mit, aber sie beschreibt die Dinge um sie herum sehr nüchtern, ohne viele Gefühle dabei zu äußern. Die kurzen Abschnitte, wechselnde Perspektiven und Zeitsprünge stören den Lesefluss etwas, weil man sich immer wieder auf die neue Situation einlassen muss.
Bisher wurde Veras Alltag beschrieben, ihre Gedanken zu Themen wie Alkohol, Liebe, Arbeit und ihren Mitschülern, die meist nicht sehr gut wegkommen. Über Charlies Tod wurde bisher noch nicht viel geschrieben, nur dass er tot ist. Deshalb weiß ich im Moment noch nicht wirklich, was ich von den Buch weiterhin erwarten soll, außer natürlich die Aufklärung von Charlies' Tod. Ob es jedoch noch eine Liebesgeschichte gibt und in welche Richtung sich Veras Leben entwickeln wird, kann ich noch nicht sagen. Deshalb lasse ich mich einfach überraschen und freue mich auf den Rest des Buches.


Über die Autorin: Die amerikanische Schriftstellerin A.S. King ist vor kurzem aus Irland in die USA zurückgekehrt, wo sie zehn Jahre lang eine landwirtschaftliche Farm verwaltete, unterrichtete und schrieb. Hinzu kommen ihre Erfahrungen als Geflügelzüchterin, Fotografin, Jonglielehrerin und Pizzabotin. Heute lebt sie mir ihrem Mann und ihren Kindern in Pennsylvania. Sie ist ein großer Fan von Kurt Vonnegut, Maiskolben, schönem Wetter und flauschigen Socken.

Ihre ersten Veröffentlichungen umfassten einen Artikel über Terrassen und einige Gedichte, die niemand so richtig verstand. Ihr jüngster Jugendroman "Please don't hate me" wurde 2010 mit dem Michael L. Printz Award ausgezeichnet und ist für die Edgar Awards nominiert. Bei vielen amerikanischen Literaturorganisationen ist er auch auf der Liste der besten Bücher zu finden.

"Please don't hate me" ist ihr Debüt auf dem deutschen Jugendbuchmarkt. [Quelle: vera-dietz.de]

Bisher gelesene Seiten: 145/ 381

Eure Caro

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